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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

PROZESS: Ein einziger Knopfdruck hätte Tragödie verhindert

03.04.2009

EMDEN Es sollte für den kleinen Felix eigentlich ein fröhlicher Tag im Freibad werden. Doch ein einziger Knopfdruck führte am 22. Mai 2008 zum tragischen Tod des Jungen im Emder Van-Ameren-Bad. Der 14-Jährige glitt bäuchlings von der Wasserrutsche in die Tiefe und schlug mit dem Kopf unter Wasser auf dem Boden auf.

Er starb an schweren Schädel- und Hirnverletzungen. Das Amtsgericht Emden verurteilte am Donnerstag zwei Mitarbeiter des Vereinsbades wegen fahrlässiger Tötung zu Geldstrafen. Sie hatten die Rutsche nicht abgesperrt, als sie für Reparaturzwecke Wasser aus dem Nichtschwimmerbecken abließen.

Eine 27 Jahre alte Rettungsschwimmerin wurde freigesprochen. Der 65 Jahre alte technische Leiter des Bades muss 3000 Euro Geldstrafe zahlen, der 29 Jahre alte Bademeister 1500 Euro. Das ehemals kommunale Van-Ameren-Bad wird von einem Förderverein betrieben.

„Ich verstehe bis heute nicht, dass ich nicht an die Folgen gedacht habe“, räumte der technische Leiter im Prozess ein. Der Bauingenieur war als Vorstandsmitglied des Fördervereins für Reparaturen zuständig. Trotz des sinkenden Wasserstandes habe er keine Absperrung veranlasst. „Das Wasser spritzte ein bisschen mehr an der Rutsche, sonst ist mir nichts aufgefallen. Dabei hätten wir mit einem Knopfdruck den Betrieb an der Rutsche abstellen können.“

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Auch der Bademeister war sich der steigenden Unfallgefahr nicht bewusst, entschuldigte er sich bei den Eltern des Opfers. Er habe die Ventile der Wasserpumpen im Auftrag des technischen Leiters eingeschaltet. Dieser habe erklärt, die Rutsche könne in Betrieb bleiben. Kurz danach verunglückte Felix. Der Bademeister barg zusammen mit der Rettungsschwimmerin den bewusstlosen Jungen aus dem Becken.

„Der Unfall wäre bei regulärem Wasserstand nicht passiert“, zitierte Richter Daniel Hunsmann aus einem Gutachten.

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