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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Wasserstoffspeicher als Chance für Elsfleth

12.11.2019

Elsfleth In Huntorf bei Elsfleth arbeitet die EWE zurzeit an einem Zukunftsprojekt. Ziel ist es, die dortige Erdgaskaverne auch als Wasserstoffspeicher zu nutzen und diese Umnutzung genehmigungsfähig zu bekommen. Und weil die Landesregierung weiter auf Wasserstoff als Energieträger der Zukunft setzt, besuchte Umweltminister Olaf Lies (SPD) auf der Suche nach geeigneten Speichermöglichkeiten am Montag die Speicheranlage.

Wie wichtig die Frage der Speicherung für die Energiewende ist, machte EWE-Technik-Vorstand Urban Keussen mit einem Vergleich deutlich. So könnten die derzeit vorhandenen Stromspeicher den Energiebedarf nur für etwa 20 Minuten decken, die Kavernen dagegen für mehrere Monate.

Der große Vorteil des Nordens sei der Umstand, dass hier sowohl große Mengen erneuerbarer Energien als auch etwa 150 Kavernen vorhanden sind, so Lies. Damit sei nur hier die Möglichkeit gegeben, gasförmigen Wasserstoff in großen Mengen mit Strom aus Windenergie zu produzieren und zu lagern. Technisch sei das Ganze unproblematisch, so Keussen. Schließlich werde Wasserstoff im Ausland bereits auf diese Weise gespeichert. Das Problem seien derzeit noch die hohen Kosten.

Der Umweltminister denkt da bereits einige Schritte weiter. Lies wies auf die Möglichkeit hin, die im Norden erzeugte Windenergie für die energieintensive Produktion von Wasserstoff endlich in vollem Umfang nutzen zu können. Für ihn besteht kein Zweifel: Die Zukunft liegt im Wasserstoff, der mit Hilfe von Windenergie gewonnen und in Brennstoffzellen in Fahrzeugen genutzt wird.

Spätestens Mitte des Jahrhunderts werde Erdgas Geschichte sein, prophezeit der Sozialdemokrat: „Wir werden noch erleben, dass über Nordstream II Wasserstoff nach Europa kommt.“ Und dann werde man über jede Kaverne froh sein, die da ist.

Angesprochen auf den von VW zumindest derzeit favorisierten Elektroantrieb empfiehlt Lies, mehrgleisig zu fahren. Gerade in der Industrie und im Schwerlastverkehr sei Wasserstoff die bessere Alternative.

Jörg Jung Redakteur / Regionalredaktion
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