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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Ems-Stau hat nur geringfügige Auswirkungen

02.08.2012

FRAGE: Der Landkreis Emsland hat jetzt eine wasserrechtliche Sondererlaubnis für die Überführung zweier Meyer-Werft-Schiffe jeweils für den September 2012 und 2014 erhalten. Möglicherweise wird die Genehmigung aber gar nicht benötigt. Warum ist das so?

SICKELMANN: Der Antrag hat vorsorglichen Charakter. Wenn die Ems im Überführungszeitraum genügend Wasser führt und das Wetter mitspielt, werden die Grenzwerte für Sauerstoff und Salz auch bei einem kurzzeitigen Aufstauen der Ems eingehalten. Da man das aber nicht im Vorfeld garantieren kann, die Werft aber dringend abliefern muss, werden diese beiden Nebenbestimmungen jeweils für einen kurzen Zeitraum ausgesetzt.

FRAGE: Welche Gründe sprechen für die Entscheidung?

SICKELMANN: Falls die Werte tatsächlich nicht eingehalten werden können, kommt es nach eingehender Prüfung der Genehmigungsbehörde nur zu geringfügigen und vorübergehenden Nachteilen für die Umwelt. Andererseits müsste mit gravierenden wirtschaftlichen Schäden für die strukturschwache Region gerechnet werden, wenn die beiden Schiffe nicht termingerecht überführt werden könnten. Eine Verschiebung der Passagen wäre daher nicht zu verantworten. Bei unseren Probestauungen haben wir übrigens festgestellt, dass ein Stau keine negativen Auswirkungen auf die Sauerstoffwerte hat.

FRAGE: Was ist in dem Genehmigungsverfahren untersucht worden?

SICKELMANN: Zunächst einmal hat der Landkreis den Antrag begründet, dann ist eine Umweltuntersuchung vorgelegt worden, wobei auch auf die europäischen Richtlinien geachtet wurde.

FRAGE: Was sagen die Naturschutzverbände dazu? Stimmen die Ihnen zu?

SICKELMANN: Das tun sie nicht. Die Umweltverbände bewerten die anstehenden Fragen anders als wir und der Antragsteller. Sie sehen schwerwiegendere Folgen für die Ems.

FRAGE: Wird es zu einer gerichtlichen Überprüfung kommen?

SICKELMANN: Das kann man nicht ausschließen.

Franz-Josef Sickelmann (55) ist Leiter der Regierungsvertretung in Oldenburg. Im Genehmigungsverfahren der Schiffsüberführungen hat er für den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) die Projektleitung übernommen.

Jürgen Westerhoff
Redakteur
Regionalredaktion
Tel:
0441 9988 2055

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Meyer-Werft | Genehmigungsbehörde | NLWKN

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