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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Energiekonzern schließt Gaskraftwerk in Emden

17.02.2012

EMDEN Norwegens staatlicher Energiekonzern Statkraft schließt sein Gaskraftwerk im ostfriesischen Emden. Auch der geplante Bau eines 450-Megawatt-Gaskraftwerks werde dort aufgegeben, teilte Statkraft am Donnerstag mit. Es werde geprüft, wie viele der derzeit insgesamt 56 Mitarbeiter noch für den Betrieb eines laufenden Biomassekraftwerkes an dem Standort gebraucht werden.

Statkraft erwarte mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien Überkapazitäten bei konventionellen Kraftwerken, begründete Geschäftsführer Jürgen Tzschoppe die Entscheidung. Auch sei der Stromabsatz in Deutschland als Folge der Finanzkrise stagnierend und gehe in anderen Teilen Europas sogar zurück.

„Entgegen der Erwartungen vor drei Jahren sind genug Kraftwerke da, um das ganze System recht gut zu beherrschen“, sagte Tzschoppe. Dies führe zu niedrigen Preisen, wodurch sich einzelne Anlagen nicht mehr rentierten.

Grundsätzlich wolle Statkraft an Gaskraftwerken für die flexible Stromerzeugung festhalten, sagte Konzernvorstand Asbjørn Grundt. Die technische Restlaufzeit der älteren Anlage in Emden aus dem Jahr 1972 sei jedoch begrenzt. Das Kraftwerk komme nur selten zum Einsatz und werde in „Kaltreserve“ gestellt. Das bedeutet im Grunde eine Betriebsstilllegung, da die Anlage nicht mehr gewartet werden soll.

Noch Ende 2009 hatte Statkraft Pläne für einen Neubau in Emden vorgestellt. Dort sollte eines der modernsten Gas- und Dampfturbinenkraftwerke weltweit entstehen. Der Konzern kündigte damals an, bis zum Jahr 2015 seine europäische Kapazität von Gaskraftwerken auf rund 1200 Megawatt fast zu verdoppeln. Statkraft ist nach eigenen Angaben Europas größter Erzeuger erneuerbarer Energie mit Wasser-, Wind-, Gas- und Fernwärmekraftwerken.

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