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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

„Keine Zickzacklinie durch Niedersachsen“

13.11.2014
Frage: Herr Lies, Wut und Proteste wachsen an der geplanten Stromautobahn „Suedlink“ durch Niedersachsen. Nur die Landesregierung sagt nichts. Lässt Sie die Angst der Bürger kalt?
Lies: Nein, überhaupt nicht. Im Gegenteil. Das Ganze hat zwei Facetten: Auf der einen Seite kenne ich die Sorgen und Ängste, auf der anderen Seite habe ich größtes Interesse, dass es mit der Energiewende weitergeht.
Frage: Im Klartext: Die Stromautobahnen von Nord nach Süd kommen?
Lies: Wir brauchen die Trassen. Das steht völlig außer Frage. Die Energie, die im Norden erzeugt wird, was auch die Wirtschaftskraft Niedersachsens stärken wird, muss in den Süden transportiert werden. Dazu braucht es „Suedlink“ für den Transport bis Bayern und die Trassen für die Verteilung in Niedersachsen…
Frage: …und überall stoppen Proteste diese Pläne.
Lies: Der klassische Fehler, der vom Netzbetreiber Tennet gemacht wurde, liegt in dem Vorgehen, nur danach zu schauen, wo die optimale Trasse verläuft – plus minus 1000 Meter – ohne die Bürger mitzunehmen. Jetzt dauert alles viel länger.
Frage: Wie kann man die Bürger mitnehmen?
Lies: Erstens: Der 1000-Meter-Korridor ist zu schmal. Wir brauchen Ausnahmen für markante Probleme, um die besten Lösungen zu finden. Zweitens: Dabei kann das Land helfen. Deshalb sind wir in Gesprächen mit dem Bundeswirtschaftsministerium.
Frage: Wo sehen Sie den größten Änderungsbedarf bei den bisher vorgelegten Trassenplänen von Tennet?
Lies: Der Verlauf ist die eine Frage, aber wesentlich ist dabei auch das Thema Erdverkabelung, die wir stärker ins Auge fassen sollten. Ich bin mir sicher, dass für Bürger neben dem Verlauf die Ausgestaltung einer Trasse von größter Wichtigkeit ist. Wenn wir es schaffen, stärker in die Erdverkabelung zu gehen…
Frage: …auch bei großen Teilen der 300 Trassen-Kilometer durch Niedersachsen?
Lies: Auch bei großen Teilen. Die Debatte, dass das achtmal teurer sei, stammt aus Diskussionen vor 10 Jahren. Das hat mit der Realität und verstärktem Einsatz nichts zu tun. Und: Es hilft doch keinem, wenn die Trasse am Ende überhaupt nicht gebaut wird. Vor allem: Erdverkabelung verkürzt übrigens auch Wege, weil man keinen Verlauf im Zickzack braucht. Also: Die Erdverkabelung, sicher nicht überall, aber teilweise, führt zu mehr Akzeptanz und spart Zeit, weil ich Naturschutzkonflikte und Konflikte mit Bürgern vermeide. Wir wollen keine Zickzacklinie durch Niedersachsen, sondern wir wollen die Bürger bei dem gesamten Projekt mitnehmen.
Gunars Reichenbachs Chefkorrespondent / Redaktion Hannover
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