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Gesundheit: Erhöhte Krebsrate in Bothel rätselhaft

12.03.2015

Bothel /Rotenburg /Oldenburg Wegen der erhöhten Krebsrate in Bothel sollen Experten jetzt auch die Zahl der Erkrankungen in den Nachbarorten untersuchen. Die Landkreise Rotenburg, Verden und Heidekreis haben eine entsprechende Anfrage an das Krebsregister gestellt. Die Ergebnisse würden frühestens in drei Monaten vorliegen, teilte eine Sprecherin der Kreisverwaltung in Rotenburg am Mittwoch mit.

Im vergangenen Jahr hatte eine Auswertung des Krebsregisters von 2003 bis 2012 überdurchschnittlich viele Fälle von Leukämie und Lymphomen bei Männern in Bothel ergeben. Die Ursache ist unklar. Bürger befürchten, dass die Erdgasförderung in der Region dafür verantwortlich ist. Die Fachleute vom Krebsregister sollen nun prüfen, ob es in dem Zeitraum auch mehr Krebserkrankungen dieser Art in Rotenburg, Sottrum, Kirchlinteln, Langwedel, Scheeßel, Neuenkirchen und Visselhövede gegeben hat.

Das Krebsregister wird in Oldenburg beim Informatik-Institut Offis geführt. Die zentrale Aufgabe besteht in der Erfassung, Ergänzung und Verdichtung der Informationen, der dauerhaften Speicherung von Daten sowie der Erstellung systematischer, wissenschaftlich fundierter Auswertungen. Zu ausgewählten Diagnosen werden hier Sonderauswertungen erarbeitet.

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Dies ist jetzt auch im Fall Bothel so, indem Daten von Krebserkrankungen aus Nachbargemeinden ebenfalls ausgewertet werden. Dabei werden erfasste Fälle den einzelnen Gemeinden zugeordnet. Es wird errechnet, wie viele Krebsfälle zu erwarten gewesen wären, wenn man die durchschnittliche Erkrankungshäufigkeit zugrunde legt.

Dabei wird sich dann herausstellen, ob mehr Fälle erfasst sind als erwartet oder ob man sich noch im Bereich von Zufallsschwankungen bewegt. Ärzte sind verpflichtet, diagnostizierte Krebsfälle an das Krebsregister zu melden.

Norbert Wahn Redakteur / Politikredaktion
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