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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Das ist der neue EWE-Chef

19.09.2017

Oldenburg Die EWE AG hat einen neuen Chef: Der Aufsichtsrat des Oldenburger Energieversorgers wählte am Montag Stefan Dohler zum Vorstandsvorsitzenden. Der 50-jährige Dohler ist gelernter Seemann, studierter Luft- und Raumfahrttechniker und aktuell Finanzchef beim schwedischen Energiekonzern Vattenfall. Er folgt auf Matthias Brückmann, den die EWE im Februar wegen einer Vielzahl „grober Verfehlungen“ entlassen hatte.

Aufsichtsratschef Bernhard Bramlage lobte Dohler als „einen exzellenten Fachmann und eine ausgewiesene Führungskraft“: „Schon in seiner bisherigen Position hat er die Zukunftsthemen vorangetrieben, die der EWE-Konzern verfolgt.“ Der neue Chef soll seinen Job in Oldenburg „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ antreten, spätestens aber zum 1. April 2018. Dohler, der derzeit zwischen Hamburg und Stockholm pendelt, kündigte bereits an, nach Oldenburg ziehen zu wollen.

Seine Karriere begann Dohler beim Hamburger Energieversorger HEW, einem der Vorgängerunternehmen von Vattenfall. Im Anschluss besetzte er eine Vielzahl von Führungspositionen im Konzern. Finanzvorstand in Stockholm ist er seit Dezember 2016. Vattenfall gehört mit 20 000 Mitarbeitern und fast zehn Millionen Strom- und Gaskunden zu den größten Energieerzeugern Europas. In Deutschland zählt der Konzern zu den sogenannten „großen Vier“.

Sein neuer Arbeitgeber EWE, der im Energiebereich als Nummer fünf in Deutschland gilt, befindet sich seit Monaten im Krisenmodus. Seit der Trennung von Vorstandschef Brückmann, der vor allem wegen einer umstrittenen Spende an die Klitschko-Stiftung in die Kritik geraten war, besteht der eigentlich fünfköpfige Vorstand nur noch aus zwei Personen. Mit der Berufung von Dohler ist zwar der Chefsessel bei EWE wieder besetzt, zwei Personalentscheidungen stehen aber noch aus. Laut Aufsichtsratschef Bramlage will der Aufsichtsrat noch in diesem Jahr geeignete Kandidaten benennen.

Dohler selbst sagt über seinen neuen Job: „EWE hat beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Entwicklung in der sich in Transformation befindlichen Energiewelt. Das Unternehmen pflegt Kundennähe, kennt die Bedürfnisse seiner Region und entwickelt immer wieder innovative Ideen, sei es im Netzbereich, in der Windenergie oder mit dem Ausbau einer zukunftsweisenden Glasfaserinfrastruktur.“ Er freue sich, dass er seine Erfahrung „in ein so spannendes und innovatives Unternehmen einbringen“ könne.

Lesen Sie hier das umfangreiche NWZ-Dossier zur EWE-Krise

Karsten Krogmann
Redakteur
Reportage-Redaktion
Tel:
0441 9988 2020

Weitere Nachrichten:

Vattenfall | HEW | EWE | EWE AG | EWE-Konzern | Nordwest-Zeitung

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