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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Wie im Flug von Bremen nach Groningen?

31.03.2017

Oldenburger Land /Groningen /  bremen Die Zugtüren schließen sich in Bremen. Nach einer Stunde und 23 Minuten ist man schon am Ziel – und zwar im niederländischen Groningen. Diese Turbo-Geschwindigkeit ist zwar noch Zukunftsmusik aus dem Jahr 2035, aber sie soll gelingen, mit der „Wunderline“.

Der Verlauf der Wunderlinie als PDF.

Hinter diesem erwartungsheischenden Begriff verbirgt sich die schnelle Zugverbindung zwischen Bremen und Groningen. Treibende Kräfte des Projekts sind die Provinz Groningen, die IHK für Ostfriesland und Papenburg, die AG Ems, Groningen Seaports und der Landkreis Leer. Um den Stand der Untersuchungen zu dem grenzüberschreitenden Infrastrukturprojekt zwischen Deutschland und den Niederlanden zu erfahren, sind am Donnerstag zahlreiche Beteiligte aus beiden Staaten in Oldenburg zusammengekommen.

„Heute ist Oldenburg Hauptstadt der gemeinsamen Region“, begrüßte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann die Teilnehmer zum „Wunderline Community Meeting“. Krogmann betonte, wie wichtig ein guter Personenverkehr zwischen dem nordwestlichen Deutschland und den nordöstlichen Niederlanden ist und lobte das „gemeinsame Leuchtturmprojekt“.

Unter dem Motto „Auf zum nächsten Halt“ informierte Fleur Gräper, Vorsitzende des Wunderline-Lenkungsaussschusses und Regionalministerin der Provinz Groningen, über den aktuellen Stand. „Wir wollen, dass der Zug eine Alternative zum Auto wird“, sagte Gräper vor dem Hintergrund, dass man heute mit dem Zug von Groningen nach Bremen zwei Stunden und 43 Minuten braucht – deutlich länger als mit dem Auto.

Im ersten Schritt solle die Fahrtzeit auf circa zwei Stunden reduziert werden, das langfristige Ziel sind eine Stunde und 23 Minuten. „Die Wunderline bringt eine nachweisliche Verbesserung der sozioökonomischen Entwicklung in der gesamten Region“, sagte Gräper weiter.

Alexander Malchus von der Industrie- und Handelskammer stellte die Ergebnisse zum Güterverkehrspotenzial der Wunderline vor. Sein Fazit: „Die infrastrukturelle Kapazität ist auch heute ausreichend. Mit Blick auf den Güterverkehr sind keine Investitionen nötig.“

Viel soziales und wirtschaftliches Potenzial attestierte Fabian Böttcher vom Institut für Regionalwirtschaft (CIMA) der Wunderline. Vor allem der grenzüberschreitende Arbeitsmarkt würde profitieren, Fachkräftepotenziale könnten auf beiden Seiten genutzt werden.

Ob die Wunderline tatsächlich realisiert wird, soll im März 2018 entschieden werden. Ein Problem bei der Umsetzung stellt der ungewisse Ausgang in Sachen Friesenbrücke dar. Es ist nach wie vor unklar, wann die durch einen Unfall zerstörte Brücke in Weener wieder nutzbar ist – die Wunderline soll eigentlich dort entlang führen.


     www.wunderline.de 
Greta Block
Volontärin
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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