• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Warum dieser Experte einer Leserin aufs Dach steigt

26.05.2018

Ganderkesee Eigentlich ist es so gar nicht Petra Musielaks Art, ihre Gäste im Regen stehen zu lassen. Doch wer bei Wasser von oben nicht schnell genug unter dem hübschen Friesengiebel des Einfamilienhauses in Ganderkesee in den Flur huscht, dem tropft es wohl oder übel auf den Kopf.

Aber wie kommt das Wasser dorthin, wo es eigentlich nicht landen sollte? Wie kann man diesen Missstand wieder beheben? Und welche Schäden hat das Wasser am Dach oder gar am Mauerwerk des Hauses bereits hinterlassen?

„Einen Handwerker hatte ich schon beauftragt, sich das anzuschauen“, sagt die 52-jährige Verwaltungsangestellte. Ob er sich der Herausforderung gar nicht erst stellen wollte? „Ich habe zumindest nie wieder etwas von der Firma gehört.“ Klingt also nach einem Fall für den Experten aus dem Handwerker-Team von NWZ und Handwerkskammer, dem H-Team.

Im Rahmen einer großen Aktion der NWZ in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Oldenburg konnten sich Abonnenten mit einem Problem rund um Haus und Hof in der Redaktion melden. „Als ich das gelesen habe war mir klar, dass ich es versuchen will“, sagt Petra Musielak über den Tag, als ihr ihre Tochter Isabelle (25) den Aufruf in der NWZ in die Hand drückte.

Der H-Team-Experte, der das Dach der Ganderkeseerin inspiziert, ist der Westersteder Dachdeckermeister und Zimmerermeister Hajo Kurras.

Lesen Sie auch: Handwerker im Einsatz – Diese Profis finden eine Lösung

Den Schaden hat der Handwerksmeister schnell gefunden. „Hier ist alles morsch“, sagt er, und drückt mit dem Finger auf ein daumendickes Brett, das sofort nachgibt. Das Wasser, das vom Dach nicht richtig abläuft, landet direkt in der schicken Holz-Verblendung des Giebels. Und warum läuft es nicht ab? Die Antwort darauf findet Kurras unter den Dachziegeln. Während Kurras drei, vier Ziegel aufhebt, hält sich Petra Musielak bang die Hände vors Gesicht. „Ich habe wirklich Sorge, dass es ein größerer Schaden ist. Dass sogar schon etwas ins Mauerwerk eingezogen ist“, sagt sie. Zu lange hat man die Ganderkeseerin mit ihrem Problem allein gelassen.

Doch Kurras kann schnell Entwarnung geben. Die Kehle des Dachs, also der Punkt, an dem zwei Dachflächen an einer Innenecke des Hauses aufeinandertreffen, war nicht mehr intakt. „Deswegen ist das Wasser nicht mehr richtig in die Regenrinne geleitet worden, sondern hat sich unter den Ziegeln seinen eigenen Weg gesucht“, sagt der Experte. Und der war im Fall von Petra Musielak durch die Holz-Verblendung des Dachüberstands.

Mit rund 1500 Euro Reparaturkosten rechnet der Handwerksmeister. „Zwei Arbeitskräfte, zwei Tage Arbeit“, sagt er. „Das ist eine fummelige Arbeit, inklusive der Ursachenforschung. Ich kann mir vorstellen, dass das viele Kollegen abgehalten hat“, sagt er. Petra Musielak ist überglücklich. „Natürlich weil ich jetzt endlich weiß, wo das Problem liegt, und dass die Schadenssumme überschaubar ist. Das nagt an einem, wenn man mit der Problemlösung nicht weiterkommt und immer befürchtet, dass bereits ein richtig großer Schaden entstanden ist“, so Musielak.

Die Schadenssuche durch den H-Team-Experten, dessen Einschätzung und das Erstellen der Reparaturliste sind für die NWZ-Leserin kostenlos. An den Reparatur- und Materialkosten beteiligt sich die NWZ zudem mit 200 Euro.

Tobias Schwerdtfeger
Leitung
Regionalredaktion
Tel:
0441 9988 2050

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.