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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Großprojekte bald ohne Zeit- und Kostenüberschreitung

24.03.2014

Oldenburg Misslungene Bauprojekte wie die Hamburger Elbphilharmonie oder der Berliner Großflughafen sollen in Deutschland in absehbarer Zeit der Vergangenheit angehören. Fachleute des Bauwesens sehen eine wesentliche Ursache für die in Hamburg und Berlin erlebten erheblichen Abweichungen von der ursprünglichen Planung in einer nicht ausreichend ausgeprägten digitalen Vernetzung aller am Bau Beteiligten. So hätten nicht alle die jeweils notwendigen Informationen gehabt, um die Auswirkungen und Folgen bestimmter Entscheidungen rechtzeitig zu erkennen.

Das Ziel, Großbauten künftig ohne Termin- und Kostenüberschreitungen zu errichten, stand im Mittelpunkt des 10. Oldenburger Bautages, auf dem sich 265 Experten aus Deutschland und dem europäischen Ausland über Fachfragen austauschten. Hauptthema der Veranstaltung, die vom Verein der Förderer der Fachhochschule Oldenburg veranstaltet wurde, waren Fragen der elektronischen Vernetzung aller am Bau beteiligten Planer und Handwerker.

Mehrere Vorträge beschäftigten sich mit dem sogenannten BIM-Verfahren. Die Abkürzung steht für „Building Information Modeling“ und ist eine Methode, mit moderner Informationstechnologie computergestützt alle am Bau Beteiligten miteinander zu vernetzen. Bei diesem Verfahren werden alle Informationen, die mit einem Bauprojekt zu tun haben, digital erfasst und allen zur Verfügung gestellt.

Die neue Arbeitsmethode für das Planen und Umsetzen großer Bauvorhaben steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen, während in Großbritannien und Skandinavien bereits seit längerem nach dem BIM-Prinzip gearbeitet wird. Bekanntes Beispiel für eine gelungene Steuerung eines Großprojektes sind die Olympischen Spiele in London, für die alle notwendigen Bauten zeitgerecht und ohne Kostenüberschreitung übergeben wurden.

Derzeit werden bei noch zu vielen Projekten in Deutschland bereits mit dem Bau begonnen, wenn die Planung noch nicht vollständig abgeschlossen sind. Das neue Verfahren gewährleistet dagegen eine Kosten- und Terminsicherheit, wie sie in Deutschland derzeit noch undenkbar sei, unterstrich Fördervereinsvorsitzender Axel Friedrichs.

Auch Prof. Dr. Hans-Hermann Prüser, Studiendekan an der Jade Hochschule, stellte die Bedeutung des neuen Verfahrens heraus. Die Jade Hochschule werde ein deutschlandweites Pilotprojekt in diesem Bereich begleiten, um daraus dann Schlüsse für die Ausbildung zu ziehen.

Wie wichtig es sei, sich mit dem neuen Planungsinstrument zu beschäftigen, zeige die Tatsache, dass in Großbritannien ab 2016 alle öffentlichen Bauten nur noch nach dem BIM-Verfahren ausgeschrieben würden. Wer als deutsche Firma dort aktiv mitmachen wolle, müsse das neue System beherrschen.

Jürgen Westerhoff Redakteur / Regionalredaktion
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