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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Gründungsberater lobt Klima in der Region

18.11.2015

Frage: Herr Höller, das Bundeswirtschaftsministerium hat eine Gründerwoche ausgerufen, die nun gerade läuft. Wie ist eigentlich das aktuelle Gründerklima im Nordwesten?
Höller: Das Oldenburger Land ist eine sehr aktive und attraktive Region für Gründer. Erfreulich ist, dass die angehenden Unternehmerinnen und Unternehmer gut vorbereitet an den Start gehen, wie wir in unseren Beratungsgesprächen feststellen. Auf gute Resonanz stößt „IHK-Mentor“, eine interaktive Internet-Plattform, mit der sich Gründungen optimal vorbereiten lassen. Derzeit interessieren sich viele für eine Selbstständigkeit im Nebenerwerb. Sie bietet die Möglichkeit, herauszufinden, ob eine Geschäftsidee Bestand hat, ohne alles auf eine Karte setzen zu müssen. Hilfreich fürs gute Gründerklima im Nordwesten ist die gute Kooperation aller regionalen Institutionen.

Zur Person

Michael Höller (41) ist Gründungsberater der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK).

Im Interview mit der Nordwest-Zeitung spricht er über die Gründerszene im Nordwesten, über Herausforderungen und Chancen.

Frage: Wie sieht es im Bereich der Gründungen aus, die technologieorientiert sind?
Höller: Bundesweit wie regional ist der Anteil der Gründungen in technologieorientierten oder wissensintensiven Branchen eher gering. Gerade bei innovativen Ideen kommt es also darauf an, Gründergeist zu wecken. Ein Problem für Hightech-Gründer ist Mangel an Eigenkapital. Als IHK informieren wir deshalb über Möglichkeiten, Eigenkapital zum Beispiel durch Beteiligungen am Unternehmen zu stärken.
Frage: Welche Rolle spielen Internet und Smartphone?
Höller: Internet und Smartphone sind für Gründer unerlässlich, auch bei der Wahl des Geschäftsmodells. Übrigens sind in unserer Xing-Gruppe „Gut gestartet! – IHK-Forum für Existenzgründung und Geschäftsaufbau“ bereits 140 Gründer und junge Unternehmen zum Erfahrungsaustausch vernetzt.
Frage: Welches sind die drängendsten Herausforderungen, mit denen sich Gründer konfrontiert sehen?
Höller: Ja, das Finanzielle ist eine der Herausforderungen. Eine starke Eigenkapitalbasis ist bei Kreditverhandlungen ein Pluspunkt. Beteiligungskapital kann also wichtig sein. Bei der Suche danach ist das in unserer Region fest verankerte Netzwerk Business Angels Weser-Ems-Bremen sehr hilfreich. Junge innovative Unternehmen können von Erfahrung, Kontakten und frischem Kapital der Investoren profitieren. Die größte Herausforderung aus meiner Sicht ist für fast alle Gründungen aber die Suche nach der passenden Nische, also einer, die noch nicht besetzt ist. Hinzu kommt mehr denn je: Das Geschäftsmodell, das heute brandaktuell und innovativ erscheint, kann morgen schon technisch veraltet sein oder die Konkurrenz hat ein besseres Angebot.
Frage: Wäre es nicht am besten, man würde Gründer von Bürokratie entlasten, damit sie sich auf das Wesentliche – nämlich ihre Idee – konzentrieren können?
Höller: Bürokratieabbau ist wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts, auch für das Oldenburger Land. Die IHK-Organisation hat deshalb das Regierungsprogramm „Bürokratieabbau und bessere Rechtsetzung“ unterstützt – unter anderem mit mehr als 100 konkreten Vorschlägen zum Bürokratieabbau, darunter etliche im Gründungsbereich.

Weitere Nachrichten:

IHK | Xing-Gruppe