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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

GS agri fusioniert mit Emstekern

15.10.2009

SCHNEIDERKRUG /EMSTEK Die „GS agri“ (Schneiderkrug) mit ihrer Außenstelle in Großenkneten sowie die „Einkaufs- und Verkaufsgenossenschaft“ Emstek (EVG) wollen ab dem 1. Januar 2010 gemeinsame Wege gehen. Die Vorstände und Aufsichtsräte der Genossenschaften haben einer Fusion bereits zugestimmt. Es fehlen aber noch die Voten der Generalversammlungen am 5. November in Cloppenburg beziehungsweise am 9. November in Emstek. Sowohl Anton Krömer (GS agri) als auch Franz Hinners (EVG) erwarten die Zustimmung.

Krömer und Hinners sehen in der Fusion nur Vorteile. „Wir sind für die Zukunft noch besser aufgestellt“, so Krömer. Alle Arbeitsplätze blieben erhalten, und der Standort der EVG werde als 15. Niederlassung der GS agri weitergeführt. „Auch für die Kunden bleibt alles beim Alten“, ergänzt Hinners, der die Niederlassung leiten wird. Das bisherige Angebot in Emstek mit Getreideabnahme, Saatgut, Pflanzenschutz, Düngemittel, Beratung und Raiffeisenmarkt bleibt bestehen.

Mit der Verschmelzung der Genossenschaften werde das Geschäftsgebiet zusammengelegt und eine Verbesserung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit angestrebt, heißt es in einem Schreiben an die Kunden und Mitglieder. Krömer erwartet Synergien in vielen Bereichen, zum Beispiel in der Verwaltung, die in Schneiderkrug zusammengefasst wird.

„Die durch die neue Agrarpolitik der Europäischen Union eingetretenen und noch eintretenden Veränderungen in der Landwirtschaft, insbesondere strukturelle Veränderungen, erfordern es, auch in der vor- und nachgelagerten Wirtschaft größere Unternehmenseinheiten zu schaffen (...)“, heißt es in dem Schreiben. Wenn sich die Zahl der Betriebe verringere und deren Größe damit steige, müsse es auch auf der anderen Seite entsprechende Veränderungen geben, so Krömer und Hinners.

Die GS agri hat zurzeit 2650 Mitglieder, die EVG 213; die Zahl der Mitarbeiter liegt bei 250 beziehungsweise 16. Die Jahresumsätze 2008 beziffert Krömer mit 300 Millionen Euro, bei der EVG waren es 20 Millionen.

Peter Linkert Redaktionsleitung Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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