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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Attacke Auf Tierarzt Bei Cuxhaven: Haftbefehl gegen schießenden Landwirt

03.02.2017

Osterbruch Nach dem Schuss auf den Leiter des Veterinäramtes im Kreis Cuxhaven hat das zuständige Amtsgericht Haftbefehl gegen den Schützen erlassen. Die Ermittler werfen dem 55-jährigen Landwirt versuchten Totschlag vor, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Stade, Kai Thomas Breas, am Donnerstag mitteilte. Der Mann habe sich zur Tat geäußert. Zum Inhalt wollte der Staatsanwalt aus taktischen Gründen keine Angaben machen.

Der Landwirt hatte am Mittwoch vor den Augen der Polizei mit einer Pistole auf den 65 Jahre alten Tierarzt geschossen und ihn schwer verletzt. „Ich würde eine Lebensgefahr im Moment nicht ausschließen“, sagte Breas. Der Mann habe auch organische Verletzungen.

Der Veterinär war mit zwei Kollegen auf den Hof in Osterbruch gekommen, um die Rinder, Schafe und Pferde des Bauern abzuholen. Der Landwirt war wegen seiner Tierhaltung schon länger im Blick der Behörden. Nach zahlreichen Gesprächen und Verhandlungen sollte ein Gerichtsbeschluss vollstreckt und die Tiere an Viehhändler übergeben werden.

Da das Veterinäramt mit Widerstand des Mannes gerechnet hatte, kamen die Mitarbeiter in Begleitung von Polizisten. An eine solche Gewalttat habe aber niemand gedacht, sagte der Landrat des Landkreises Cuxhaven, Kai-Uwe Bielefeld.

Nach der Tat gab ein Polizist einen Warnschuss ab, dann ließ sich der 55-Jährige widerstandslos festnehmen. Die Tiere sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft vorerst auf dem Hof geblieben. Sie werden nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Veterinäramt versorgt. Dem Landrat zufolge sollen sie in den kommenden Tagen abgeholt werden.

Die Tatwaffe stammte aus einer Erbschaft. Munition hätte der Mann allerdings nicht besitzen dürfen, wie Staatsanwalt Breas erklärte. „Wer Waffen erbt, muss sie unbrauchbar machen oder abgeben“, sagte er. Allerdings gebe es Ausnahmen, der Waffenbesitz des Mannes werde nun genau untersucht.

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Der Niedersächsische Landkreistag zeigte sich äußerst bestürzt über die Tat. Der Präsident des Gremiums, Klaus Wiswe, sagte, es gebe ein zunehmend aggressives Klima gegenüber den Behördenmitarbeitern. „Wir appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger, stärker zu trennen zwischen den behördlichen Entscheidungen und den konkreten Personen, die sie umzusetzen haben“, sagte Wiswe, der Landrat des Landkreises Celle ist. „Wir brauchen mehr gesellschaftlichen Respekt und Akzeptanz für diejenigen, die entsprechend unseren rechtsstaatlichen Grundsätzen Entscheidungen vor Ort vollziehen.“

Auch im Landkreis Cuxhaven hatten Behördenmitarbeiter vermehrt unangenehme Begegnungen, wie Landrat Bielefeld berichtete. „Es ist anders als es noch vor ein paar Jahren war“, sagte er. Das Verhalten gegenüber Mitarbeitern, die Recht und Ordnung herstellen wollen, sei häufiger als früher von Distanz- und Respektlosigkeit geprägt.

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