• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Ferienjobs nur schwer zu finden

02.07.2018

Hannover Klamotten, Handy oder Abi-Reise: Um sich dies zu leisten, möchten etliche Schüler in Niedersachsen in den Sommerferien etwas Geld verdienen. Aber um einen Ferienjob zu finden, sind viele auf ihre Familie und Bekannte angewiesen. Anja Schmiedeke, Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit, sagt: „Viele Ferienjobs sind gar nicht ausgeschrieben. Daher hilft den Schülern meist das Umfeld.“

Regale im Supermarkt auffüllen – solche Ferienjobs gibt es inzwischen weniger, sagt der Geschäftsführer des Handelsverbands Niedersachsen-Bremen, Hans-Joachim Rambow. „Im Einzelhandel arbeiten mehr Teilzeitkräfte, die in Ferienzeiten mehr arbeiten können. So werden weniger Ferienjobber gebraucht.“

Auch Hotels und Restaurants in Tourismusorten etwa an der Nordseeküste, der Lüneburger Heide oder dem Harz stellen während der Sommerferien nur selten Schüler ein – trotz des Fachkräftemangels, sagt der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Niedersachsen, Rainer Balke. Schüler müssten eingearbeitet werden und könnten dann nur vier bis sechs Wochen arbeiten. „Das macht wirtschaftlich keinen Sinn.“ Für Schüler unter 18 gelten zudem Jugendschutzgesetze – sie dürfen nur acht Stunden pro Tag und eingeschränkt in der Nacht arbeiten. Daher beschäftigten Hotels und Gaststätten lieber Studenten mit längeren Semesterferien.

Ebenso wenig sind Ferienjobber bei Landwirten gefragt. „Auch als Erntehelfer braucht man Fähigkeiten, die Schüler oft nicht haben“, sagt eine Sprecherin des Landvolks Niedersachsen.

Schüler könnten jedoch in etlichen Industrie- und Handwerksbetrieben Glück haben, teilen die Kammern mit. Zwar schrieben auch viele dieser Firmen Ferienjobs nicht aus, sie würden aber Ferienjobber einstellen, wenn sich diese direkt meldeten. „Die Betriebe brauchen zwar nicht unbedingt ungelernte Schüler“, sagt eine Sprecherin der Handwerkskammer. „Aber sie erhoffen sich dadurch Auszubildende zu finden.“ Diese Branchen können viele Lehrstellen nicht besetzen. Um mehr Jugendliche anzulocken, haben Handwerkskammern auf ihren Lehrstellenbörsen kürzlich die Rubrik „Ferienjobs“ eingeführt.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.