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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Gute Nachrichten Aus Der Tierwelt: Mehr Feldhasen hoppeln auf Äckern und Wiesen im Norden

04.04.2020

Hannover /Berlin Eine gute Nachricht vor Ostern: Die Feldhasen auf Äckern und Wiesen im Norden haben sich leicht vermehrt. Die Trockenheit und Wärme des vergangenen Jahres habe dem Bestand in Niedersachsen gut getan, teilte der Landesjagdverband am Freitag mit. Sprecher Florian Rölfing sagte in Hannover, nach dem milden Winter seien die Aussichten auch für das laufende Frühjahr gut. Trotzdem ändert sich nichts daran, dass der Feldhase (Lepus europaeus) auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten steht. Der Lebensraum von Meister Lampe, eines scheuen Fluchttiers, ist bedroht.

Zur Dichte des Bestands gibt es je nach Zählweise unterschiedliche Angaben, doch der Trend ist gleich. Der niedersächsische Verband errechnete anhand eigener Zählungen, dass sich 2019 durchschnittlich zwölf Hasen auf einem Quadratkilometer Landesfläche tummelten.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) kam auf 17 Tiere je Quadratkilometer für den Großraum Nordwestdeutsche Tiefebene zwischen Flensburg und Aachen. Dabei wurden aber nur offene Flächen ausgewertet, auf denen die Hasen meist leben. Beide Zählungen sahen einen großen Zuwachs von Frühjahr auf Herbst 2019. Nach DJV-Angaben lieben Hasen trockenes, warmes Wetter. Sie sind in Deutschland fast flächendeckend verbreitet, selbst in Waldgebieten, an Ortsrändern oder in Orten.

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In Nordwestdeutschland leben die Hasen am dichtesten. Besonders hohe Zuwächse gab es laut DJV 2019 in den südwestdeutschen Mittelgebirgen. Am dünnsten ist die Population in Nordostdeutschland. Dort arbeite die Landwirtschaft seit DDR-Zeiten auf besonders großen Feldern, sagen die Experten. Dem Hasen fehlten krautreiche Feldraine als Versteck und Nahrung. Von der „Hasenapotheke“ sprach der Zoologe Julian Heiermann vom Naturschutzbund (Nabu) in Berlin: „Der Hase braucht vielfältige Kräuter, um über die Runden zu kommen.“

Zu einem Symbol für Ostern hat den Feldhasen seine Fruchtbarkeit gemacht. Ab März werfen die Weibchen das erste Mal im Jahr bis zu fünf Junge. Für deren Überleben in kleinen Kuhlen auf dem Acker, den sogenannten Sassen, ist das Aprilwetter entscheidend. „Wenn es sehr nass ist, trägt das zur Sterblichkeit der jungen Feldhasen bei“, sagte Regina Gerecht, Fachreferentin beim Bayerischen Jagdverband.

Das Corona-Frühjahr 2020 erschwere den Jägern die laufende Zählung, berichteten die Verbände. Doch auch den Junghasen droht unerwartet Gefahr. Weil Spaziergänge derzeit die einzige Erholungsmöglichkeit sind, gibt es eher mehr Fälle, dass vermeintlich verlassene Jungtiere mitgenommen und abgegeben werden. Das Nabu-Artenschutzzentrum Leiferde (Kreis Gifhorn) hat sich bereits deswegen beklagt. „Das ist ein Problem falsch verstandener Tierliebe“, sagte Rölfing.

Entscheidend für das Überleben des Feldhasen ist die Landwirtschaft. Der Hase mag keine Monokulturen aus Mais, Raps oder Weizen. Aus häufig gemähten Wiesen muss er flüchten. Das Hakenschlagen vor immer schnelleren Maschinen wird schwieriger. Der Deutsche Bauernverband sieht die wachsende Population als Zeichen, dass die Branche schon auf dem richtigen Weg sei. Die Bauern sollten „den eingeschlagenen Weg mit der Anlage von Blühstreifen, Feldvogelinseln, Bienenweiden und blühenden Zwischenfrüchten“ fortführen, sagt der Fachbereichsleiter Umwelt, Steffen Pingen.

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