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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Reparatur: Kostenexplosion bei Friesenbrücke

13.06.2018

Hannover /Berlin /Weener Weitere Kostenexplosion für die Friesenbrücke bei Weener: Für den Wiederaufbau der zerstörten Verbindung über die Ems veranschlagt die Deutsche Bahn jetzt einen „hohen zweistelligen Millionenbetrag“. Nach Informationen dieser Zeitung ist damit eine Summe von bis zu 80 Millionen Euro gemeint. Bisher lagen die Kostenschätzungen deutlich darunter.

Für eine originalgetreue Erneuerung der 335 Meter langen Brücke, die am 3. Dezember 2015 von einem Frachtschiff zerstört wurde, waren zunächst 35 Millionen Euro im Gespräch. Dann stieg dieser Betrag auf 50 Millionen Euro mit dem Vorschlag, die Friesenbrücke nicht mehr als Klappbrücke zu nutzen, sondern als Drehbrücke. Damit können die Wartezeiten für Züge deutlich verkürzt werden, wenn große Schiffe dieses Nadelöhr passieren.

Doch auch diese Schätzung hielt nicht lange. Erst vor wenigen Wochen wurde ein Betrag von 66 Millionen Euro genannt. Aber auch diese Zahlen sind offenbar schon Makulatur.

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Wie es weitergeht? Die Deutsche Bahn will die Anwohner am kommenden Montag in Ihrhove auf einer Abendveranstaltung ausführlich informieren, denn „die Vorentwurfsplanung ist abgeschlossen“, heißt es. „Die nun beginnende Entwurfsplanung wird circa 12 Monate in Anspruch nehmen, danach werden die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren erarbeitet“, lautet die Terminplanung, die weiter von einer Fertigstellung im Jahr 2024 ausgeht.

Keine Zweifel gibt es an dem Projekt Drehbrücke. Diese Variante bietet nicht nur Zeitvorteile für die gesamte Verkehrssituation. Damit verbunden ist auch kein Eingriff in den Schifffahrtsweg. Das Drehteil befindet sich in Ufernähe Richtung Ihrhove.

Gunars Reichenbachs Chefkorrespondent / Redaktion Hannover
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