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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Lösung im Streit um Außen-Ems in Sicht?

10.08.2018

Hannover /Im Nordwesten Das Land Niedersachsen will zusammen mit den Niederlanden nun eine ökologische Strategie für die Vertiefung der Ems erarbeiten. Dies teilte das Umweltministerium anlässlich eines Runden Tisches zu dem Thema mit. Dabei geht es auch darum, entnommenen Schlick als Rohstoff statt als Abfall zu betrachten.

„Während wir uns früher immer die Frage gestellt haben, wie werde ich die ausgebaggerten Sedimente los, stellen wir jetzt die Frage, wo im System besteht ein Bedarf an Sedimenten“, erklärte Umweltminister Olaf Lies (SPD) am Donnerstag in Hannover.

Langer Streit um Außenems

Die Pläne zur Anpassung der Fahrrinne der Außenems gehen auf das Jahr 2002 zurück. Sie ist die Hauptschifffahrtsader der Region und dient als Anbindung der Seehäfen Emden, Leer und Papenburg an internationale Routen.

Aktuell können Seeschiffe mit Tiefgängen von bis zu 7,70 Meter auf der Außenems verkehren. Das reicht in Zukunft nicht. Es geht um die Wiederaufnahme des Planfeststellungsverfahrens, das seit 2012 auf Eis liegt. 

Die Sedimente sollen künftig dort abgelagert werden, wo im Ökosystem Bedarf ist. Zum Beispiel könnte das natürliche Material hinter Deichen aufgeschüttet werden.

Die Ems leidet seit Jahrzehnten unter massiver Verschlickung und Sauerstoffmangel und transportiert zu viel Salz und Stickstoff. Naturschützer sehen als Hauptursache die massiven Ausbaggerungen des Flusses. Davon profitiert vor allem die Papenburger Meyer Werft, die neue Kreuzfahrtschiffe dort in die Nordsee überführt.

Eine Anpassung der Fahrrinne der Außenems sei aus wirtschaftlicher Sicht unerlässlich, sagte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann. „Wir wollen Mitte nächsten Jahres in ein Planfeststellungsverfahren gehen“, ergänzte der CDU-Politiker.

Die Fahrrinnenanpassung der Seeschifffahrtsstraße Ems werde „den laufenden und den zukünftigen Hafenumschlag am Standort Emden sichern“, versichert Althusmann. Die Landesregierung ist zuversichtlich, dass mit den Bagger-Arbeiten im kommenden Jahr begonnen werden kann.

Die Probleme: Das Ems-Ästuar ist gekennzeichnet durch einen hohen landwärtigen Transport von Sedimenten, insbesondere die Unterems ist durch einen hohen Schwebstoffgehalt belastet. Dieser Mechanismus führt dazu, dass die Außenems kontinuierlich ausgebaggert werden muss.

Die Grünen-Umweltpolitikerin Meta Janssen-Kucz sieht noch viele offene Fragen, beispielsweise die Verschlickung der Inseln.

Gunars Reichenbachs
Chefkorrespondent
Redaktion Hannover
Tel:
0511/1612315

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