• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Wie geht es mit Ferkeln weiter?

26.04.2018

Hannover /Münster Vor dem Start der Agrarministerkonferenz in Münster drängt Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) ihre Amtskollegen zu einem Beschluss zur umstrittenen Ferkelkastration. „Ich fordere, dass wir zu einer Entscheidung kommen. Wir müssen nicht nur den Schweinehaltern in Niedersachsen, sondern in ganz Deutschland sagen, in welche Richtung es gehen soll“, sagte Otte-Kinast der Nachrichtenagentur dpa. Weil das Thema umstritten ist, war es wieder von der Tagesordnung des am Mittwoch startenden Treffens genommen worden.

Sie selbst favorisiere die Lokalanästhesie mit Schmerzmittelbeigabe von Ferkeln, den sogenannten „4. Weg“. Tierschützer lehnen dies ab, von der konventionellen Landwirtschaft und der Fleischindustrie wird es befürwortet. Für die Alternativen Jungebermast, Impfung gegen Ebergeruch und Kastration unter Vollnarkose gebe es entweder keinen Markt oder sie gefährdeten auch die Ferkel, sagte Otte-Kinast.

Die Zeit für eine Entscheidung drängt: Ab dem 1. Januar 2019 ist das betäubungslose Kastrieren von Ferkeln – bislang noch viel geübte Praxis in konventionellen Ställen – verboten. Die Tiere werden kastriert, weil bei männlichen Schweinen, den Ebern, die Gefahr besteht, dass ihr Fleisch einen als unangenehm empfundenen Geruch bei der Zubereitung entwickelt. Die Jungebermast gilt als schwierig, weil die nicht kastrierten männlichen Tiere aggressiver sind als ihre kastrierten Artgenossen. Die Landwirte müssen sich darauf einstellen. Auch die Schlachthöfe müssen die „Stinker“ von speziell ausgebildeten Mitarbeitern am Geruch erkennen und aussortieren.

Bei der sogenannten Immunokastration werden die Tiere gegen den Ebergeruch geimpft. Kastrationsverfahren unter Vollnarkose werden derzeit in der Biohaltung praktiziert. Das dort eingesetzte Mittel Isofluran ist für Schweine eigentlich nicht zugelassen, wird aber ausnahmsweise seit einigen Jahren verwendet. Konventionelle Landwirte verweisen auf hohe Kosten, die von den im Biovergleich geringeren Erlösen nur schlecht wieder wettgemacht werden können.

Aus Sicht der Bundestierärztekammer ist es noch nicht erwiesen, dass die Lokalanästhesie eine Alternative zur betäubungslosen Kastration ist.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.