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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Neuer Streit um Jagdpachten auf den Inseln

02.10.2018

Hannover /Oldenburg Entspannungssignalen ihrer Minister zum Trotz geht der Streit zwischen Agrar- und Umweltressort um die Rechte von Jägern auf den Ostfriesischen Inseln weiter. Vertreter des Umweltministeriums und der zugehörigen Naturparkverwaltung hatten am vergangenen Mittwochnachmittag kurzfristig eine für Donnerstag angesetzte Besprechung der zum Agrarministerium gehörigen Domänenverwaltung im Amt für Regionalentwicklung in Oldenburg abgesagt.

In dem Gespräch sollte es um „kompromissfähige Lösungen für Einschränkungen der Jagdausübung“ im Nationalpark Wattenmeer, insbesondere auf den Ostfriesischen Inseln gehen. Teilnehmern zufolge wurde die Absage mit „zu vielen Insulanern“ begründet. Am Ende nahmen fünf Inseljäger und ein Anwalt an dem Treffen teil, das dennoch stattfand, allerdings ohne Ministeriums-Vertreter.

Bereits im August hatte das Thema für Streit in der Koalition gesorgt: Umweltminister Olaf Lies (SPD) hatte das Agrarressort kritisiert, nachdem deren Domänenverwaltung Pachtverträge für mehrere dem Land gehörende Jagdreviere auf den Inseln um neun Jahre verlängert hatte. Naturschützer kritisieren vor allem die Jagd auf Gänse und Waldschnepfen. Die Inseljäger lehnen immer weitergehende Einschränkungen ihrer Rechte ab. Die Insulaner beklagen zudem, dass immer schärfere Auflagen den Einheimischen das Leben erschweren.

Zwar betonten Lies und Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) später ihre enge Zusammenarbeit, doch eine inhaltliche Annäherung gab es nicht. Das Treffen sollte eigentlich für eine gemeinsame Linie sorgen, zumal neuer Streit programmiert ist: In einem halben Jahr steht die Verlängerung des Pachtvertrags auf Borkum an. Die Inseljäger zeigen sich kompromissbereit: So boten sie „ein komplettes Ruhenlassen der Jagd während der Zugvogeltage“ an, wenn die Nationalparkverwaltung diese vom Oktober in den April verlegt.

Die Landesregierung bestätigte die Absage: „Das Umweltministerium hatte noch Klärungsbedarf hinsichtlich der Zusammensetzung des Teilnehmerkreises“, erklärten Agrar- und Umweltministerium gemeinsam.

Klaus Wieschemeyer Korrespondent / Redaktion Hannover
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