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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Stephan Weil ist der Gewinner 2017 in Niedersachsen

28.12.2017

Hannover Auf der politischen Bühne war Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil ein Gewinner des Jahres 2017. Trotz miserabler Umfragewerte für die SPD auf Bundesebene fuhr er bei der Landtagswahl am 15. Oktober den Sieg ein. Beim VW-Manager Oliver Schmidt lief es nicht so gut. Der 48-Jährige sitzt seit Januar wegen des Diesel-Abgas-Skandals in einem US- Gefängnis.

Die Gewinner

Stephan Weil: Lichtblick im trüben SPD-Jahr. Geht doch! Ausgerechnet der eher spröde und nüchterne Niedersachse Weil verhalf der SPD zum Ende des Wahljahres noch zu einem unerwarteten Triumph. Eigentlich sollte in Niedersachsen ja erst Anfang 2018 gewählt werden. Und monatelang lag die SPD des Ministerpräsidenten in den Umfragen zum Teil deutlich hinter der Niedersachsen-CDU. Doch dann legten die Genossen unter Führung des 59-Jährigen eine fulminante Aufholjagd hin. Und standen am Abend des 15. Oktober als die großen Sieger der Landtagswahl da.

Nun gilt der studierte Jurist und ehemalige Oberbürgermeister von Hannover auch auf der Berliner Bühne als Aufsteiger – zumal er nach der Wahl auch noch in Windeseile eine große Koalition mit dem alten Rivalen CDU zimmerte. Ein Vorbild für den Bund?

Claudia und Dorle Göttler: Als am 1. Oktober die Ehe für alle in Kraft trat, öffnete das Standesamt Hannover ausnahmsweise sonntags. Für Dorle (53) und Claudia Göttler (51) war es bereits das dritte Treueversprechen, 1998 ließen sie sich kirchlich segnen, 2001 als Lebenspartnerinnen eintragen. „Wir haben vor 20 Jahren den Weg gemeinsam begonnen, mit der Ehe wird es einfach rund“, sagte Dorle Göttler.

Auf dem Standesamt trafen sie Reinhard Lüschow (57) und Heinz-Friedrich Harre (64) – das Männerpaar hatte Jahrzehnte für die Öffnung der Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare gekämpft. Ihr Happy-End währte nicht lange: Im Oktober starb Harre an den Folgen einer chronischen Lungenkrankheit.

Die Verlierer

Elke Twesten: Elke Twesten? Nie gehört! Das dürften sich auch viele Niedersachsen gedacht haben, als die Politikerin Anfang August für ein paar Wochen und republikweit Shooting-Star in allen Nachrichtensendungen wurde. Die bis dahin eher unauffällige Abgeordnete aus der zweiten Reihe saß für die Grünen im Landtag.

Mit ihrem Übertritt zur CDU kippte die 54-Jährige die rot-grüne Mehrheit im Landtag. Die für den Januar 2018 angesetzte Landtagswahl wurde auf den 15. Oktober vorgezogen. Sich selbst katapultierte die dreifache Mutter erst einmal ins politische Aus, ihre alte Partei, die Grünen, auf die Oppositionsbank.

VW-Manager Oliver Schmidt: Mit sieben Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von rund 338 000 Dollar muss der frühere VW-Manager in den USA für seine Rolle im Abgas-Skandal büßen. Der 48 Jahre alte Ingenieur aus Niedersachsen wurde Anfang Dezember in Detroit wegen Verschwörung zum Betrug und Verstoßes gegen Umweltgesetze verurteilt.

Er war zwischen Februar 2012 und März 2015 als VW-Manager für Umweltfragen in den USA zuständig. Das FBI hatte Schmidt bereits im Januar in Miami festgenommen, seither saß er im Gefängnis. Der 48-Jährige hatte seine Mittäterschaft rund um „Dieselgate“ zunächst abgestritten, sich im August dann aber schuldig bekannt.

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