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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Chemotherapie: Hat Klinik falsch abgerechnet?

06.01.2017

Bremen /Berlin Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) wirft dem evangelischen Diakonie-Krankenhaus (Diako) in Bremen „Abzocke“ bei der ambulanten Versorgung von einigen Krebspatienten mit Medikamenten für die Chemotherapie vor.

Für diese Zytostatika habe das Krankenhaus in jedem der umstrittenen Fälle bei Privatpatienten im Schnitt rund 11 000 Euro mehr als bei gesetzlich Versicherten üblich abgerechnet, sagte am Donnerstag PKV-Sprecher Stefan Reker. „Wie hier ausgerechnet ein gemeinnütziges evangelisches Krankenhaus bei Krebspatienten abzockt, ist höchst fragwürdig“, kritisierte er.

Das Krankenhaus wies die Vorwürfe zurück. Ihnen sei eine rechtliche Auseinandersetzung zwischen der privaten Krankenversicherung Debeka und dem Diako über die korrekte Preisfindung bei der Abrechnung ambulant behandelter Privatpatienten vorausgegangen, heißt es in einer Stellungnahme. Das Landgericht Bremen hatte in einem Urteil vom 12. August 2016 festgestellt, dass im Rahmen der bestehenden Gesetze abgerechnet worden sei (Az: 4 O 964/15).

Die Entscheidung ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Die Kasse hat Berufung eingelegt.

Die Medikamente kamen aus der Krankenhausapotheke des Diako, was völlig in Ordnung ist, wie das Gericht feststellte. PKV-Sprecher Reker wirft der Klinik gleichwohl vor, dass sie eine „rechtliche Grauzone“ nutzt. Denn für diese Fälle gebe es keine gesetzlichen Preisvorschriften. Deshalb sei es bisher üblich gewesen, dass die Preise in Rechnung gestellt worden seien, die auch öffentliche Apotheken verlangten. Für sie gelte die Arzneimittelpreisverordnung. Das Diako habe aber deutlich mehr verlangt und sei damit bundesweit „absoluter Pionier“.

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Der Verband mit Sitz in Berlin fürchtet nun, dass andere Kliniken dem Beispiel folgen. Das könne alleine bei der Versorgung privat versicherter Beamten mit Zytostatika Mehrkosten in Höhe von jährlich rund 37 Millionen Euro auslösen.

Das Diako stellt dazu fest, es sei korrekt, dass private Krankenkassen für ihre Versicherten einen höheren Satz zahlten als gesetzliche Kassen. Eine Anpassung setze eine Gesetzesänderung voraus.

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