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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Dickster Baum steht im Emsland

07.10.2019

Heede Die Sommer-Linde im emsländischen Heede ist am Wochenende zum bundesweit ersten „Nationalerbe-Baum“ ernannt worden. Sie sei mit etwa 17 Metern Stammumfang der dickste vollstämmige Baum Deutschlands, bei einem Alter von etwa 600 bis 800 Jahren, erläuterte der Leiter des Kuratoriums Nationalerbe-Bäume in der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft, Professor Andreas Roloff.

Die Zeit sei reif, Uralt-Bäume zu schützen und gegebenenfalls zu pflegen, um ihnen damit langfristig ein „Altern in Würde“ zu ermöglichen, führte der Forstwissenschaftler aus. Es gebe in Deutschland zu wenige wirklich alte Bäume, womöglich keinen einzigen über 1000 Jahre – anders als beispielsweise in England. „Eine der Ursachen dafür dürfte sein, dass unsere Sicherheitserwartung inzwischen zu hoch geworden ist: Zu viele dieser Bäume werden verstümmelt oder gekappt, um sie vermeintlich verkehrssicher zu machen.“

Dies, sowie vielfältige sonstige Stress-Einflüsse und Standortprobleme führten zur vorzeitigen Alterung, bis hin zum Absterben. Doch die alten Bäume seien ein wichtiger Lebensraum. „Wir müssen alles daran setzen, sie der Nachwelt zu erhalten“, betonte Roloff.

Deshalb will das Kuratorium in Abstimmung mit den jeweiligen Grundstückseigentümern 100 Uralt-Giganten mit der neuen Kategorie „Nationalerbe-Baum“ auszeichnen. Damit verbunden ist unter anderem eine bessere Pflege durch Experten. Finanziell wird diese Arbeit durch die Eva Mayr-Stihl Stiftung unterstützt.

So sollen demnächst auch eine Eibe auf Kirchengrund in Flintbeck bei Kiel und ein Ginkgo im Schlosspark Jahnishausen bei Riesa an der Elbe zu Nationalerbe-Bäumen ernannt werden. Die Eibe soll geschätzt zwischen 600 und 800 Jahren alt sein, der Ginkgo etwa 210 Jahre.

Solche langlebigen Baumarten sind Roloff zufolge in vielfacher Hinsicht oft besonders wertvoll. „Zum Beispiel für den Artenschutz als Lebensraum für Vögel, Fledermäuse, Insekten, Moose, Flechten, für den Denkmalschutz als Relikte der Parkgeschichte oder vormaliger Baumgenerationen, für die Umweltbildung sowie für Erholung und Wohlbefinden.“ Wer einen dieser Bäume pflanze, glaube an die Zukunft, „denn den ausgewachsenen Baum werden erst die Urururenkel erleben“.

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