• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Bürger kaufen Kneipe für 208 000 Euro

05.04.2018

Holdorf Um das letzte Gasthaus im Dorf zu retten, hat eine Initiative aus Handorf-Langenberg (Kreis Vechta) mehr als 200 000 Euro zusammenbekommen. „Wir haben es tatsächlich geschafft. Wir haben 208 000 Euro eingesammelt“, sagte Maik Escherhaus am Mittwoch. Der 40-Jährige hatte das Projekt gemeinsam mit zwei anderen Männern ins Leben gerufen.

Bis Mittwoch konnten Unterstützer Anteile von je 250 Euro zeichnen, um eine Genossenschaft zu gründen und das Gasthaus „Zum Schanko“ zu kaufen. Mindestens 200 000 Euro mussten zusammenkommen.

Nach dem Kauf soll das Gebäude mit Hilfe von öffentlicher Förderung renoviert und über Pächter weiter betrieben werden. Nachdem der letzte Wirt der Kneipe 2017 gestorben war, hatte sich kein Nachfolger gefunden.

Nach Angaben von Escherhaus haben sich an der Aktion in Handorf-Langenberg Unterstützer aus 20 verschiedenen Orten beteiligt. „Über 430 Personen haben das Projekt unterstützt. Bei einem Dorf mit 1600 Einwohnern ist das eine ganz starke Leistung.“ Die vergangenen Wochen beschrieb der 40-Jährige als herausfordernd. „Ich habe so manche Nacht wach gelegen und überlegt: Wie kriegen wir das hin?“

Bürgerliche Initiativen zur Rettung von dörflichen Gasthäusern gibt es nach Angaben des Genossenschaftsverbandes bundesweit. Die genaue Zahl ist allerdings unbekannt. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga geht nicht von einem Boom aus.

„Es ist kein Massenphänomen“, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes, Ingrid Hartges, jüngst in Berlin.

Weitere Nachrichten:

Hotel- und Gaststättenverband | DEHOGA

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.