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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

„Im Fach Germanistik kommen fast 3000 Bewerber auf rund 270 Plätze“

10.09.2011

FRAGE: Frau Wilhelmer, wie groß ist der Ansturm auf Studienplätze durch den doppelten Abiturjahrgang? 

WILHELMER: Der ist extrem. Wir hatten 33 Prozent mehr Bewerbungen gegenüber den Vorjahren und so viele wie noch nie zuvor.

FRAGE: Nach welchen Kriterien wählen Sie die Bewerber aus? 

WILHELMER: Das ist ein komplexes Verfahren. Das Entscheidende ist die Durchschnittsnote des Abiturs oder anderer Hochschulzugangsberechtigungen. Es gibt allerdings Sonderquoten, die berücksichtigt werden. Fünf Prozent der Studienplätze gehen beispielsweise an Studenten aus dem außereuropäischen Ausland. Auch Härtefälle werden berücksichtigt, das sind ein bis zwei Plätze pro Studiengang. Dabei spielen hauptsächlich schwere Erkrankungen eine Rolle. Auch Wartezeiten seit dem Abitur werden angerechnet. Durch den großen Andrang wurde in einigen Fällen der Numerus Clausus verschärft.

FRAGE: Welches Fach ist am beliebtesten? 

WILHELMER: Zum Beispiel die Germanistik, die ein wichtiges Fach in der Lehrerausbildung ist. Hier haben wir fast 3000 Bewerbungen auf rund 270 Plätze. Da sich viele Studieninteressierte an zehn bis fünfzehn Universitäten gleichzeitig bewerben, sind nach unserem Hauptverfahren trotzdem noch Plätze frei. Das heißt also, wer jetzt keinen Platz bekommen hat, hat im Nachrückverfahren eine Chance. Das sieht bei anderen stark nachgefragten Fächern, wie etwa Wirtschaftswissenschaften, ähnlich aus.

FRAGE: In welchem Fach haben Bewerber die besten Chancen auf einen Platz?

WILHELMER: In allen zulassungsfreien Studiengängen, wie Informatik, Physik oder Chemie. Mit Aufnahmeprüfungen kann man einen sicheren Platz in den Fächern Kunst und Medien, Musik, Anglistik oder Sportwissenschaften bekommen.

FRAGE: Wie sieht es mit der Verteilung von Männern und Frauen aus?

WILHELMER: Wir haben mehr weibliche Studierende. Das Verhältnis beträgt etwa 60 zu 40. Diese Verteilung spiegelt sich bei den aktuellen Bewerbungen wieder.

Helga Wilhelmer leitet das Dezernat für studentische und akademische Angelegenheiten an der Uni Oldenburg. Sie ist Ansprechpartnerin für Information und Beratung zu Bewerbung, Studium, Prüfungen und Berufseinstieg.

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