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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Landwirtschaft: Natur hat sich von Trockenheit erholt

26.03.2020

Im Nordwesten Es gibt auch gute Nachrichten in dieser Zeit – und für eine davon sorgt ausgerechnet der Dauerregen der vergangenen Wochen. Nahezu im gesamten Nordwesten hat sich die Natur von der Trockenheit der beiden vergangenen Jahre wieder erholt. Die Böden sind endlich selbst in großer Tiefe wieder durchnässt und die Talsperren im Harz, die unter anderem Bremen mit Trinkwasser versorgen, zu mehr als 80 Prozent gefüllt.

Sogar Dr. Andreas Marx vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig zeigt sich überrascht von der Geschwindigkeit, mit der sich die Böden im Nordwesten regeneriert haben. Dies sei „durchaus ungewöhnlich“ so der Experte, der beim Helmholtz-Zentrum für die Auswertung des bundesweiten Dürremonitors zuständig ist. Dank eines dichten Messstellennetzwerkes erlaubt dieser den Forschern einen tagesaktuellen Blick auf den Zustand des Bodens in verschiedenen Tiefen.

Milder Winter half mit

Bei der letzten extremen Dürre in der Region vor genau 60 Jahren habe es mehrere Monate gedauert, bis sich die Lage wieder normalisiert hatte, sagt Marx. Diesmal dagegen habe ein überdurchschnittlicher Regenfall im Februar ausgereicht, um zwischen Weser und Ems endlich auch die tieferen Bodenschichten wieder zu durchnässen, die über viele Monate unter anhaltender Dürre gelitten hatten.

Verantwortlich dafür sei unter anderem das nahezu vollständige Ausbleiben des Winters gewesen, so der Klima-Experte. Durch die anhaltende Frostfreiheit seien die Regenfälle nicht oberflächlich abgeleitet worden, sondern hätten komplett versickern können.

Profitiert habe die Region dabei von der vergleichsweise schlechten Bodenqualität. „Dort, wo die Böden sehr gut sind und lange Wasser halten können, versickert das Wasser sehr langsam“, erläutert Marx und verweist auf andere Regionen in Niedersachsen, die noch immer unter Dürre leiden.

Vorsichtiger Optimismus

Mit Blick auf die Landwirtschaft gibt sich Marx zuversichtlich. Zunächst einmal gebe es für die Bauern im Nordwesten wegen der Böden keinen Anlass zur Sorge mehr. Und auch für die nächsten Monate gibt sich der Klima-Experte optimistisch. Mit Blick auf die Statistik wäre es „sehr ungewöhnlich“, wenn nun ein weiterer heißer und trockener Sommer käme, erklärt Marx. Daran ändere auch der Klimawandel nichts, denn der bedeute nicht, dass es nun jedes Jahr im Nordwesten heiß und trocken sein wird: „Öfter ja, aber eben nicht immer.“

Womit die Menschen allerdings rechnen müssten, sei eine Verschärfung der Hitzewellen. Diese würden mit Sicherheit in der Zukunft schlimmer werden, warnt Marx. Einen Anlass zur Sorglosigkeit im Umgang mit Wasser gibt es also trotz des Dauerregens der vergangenen Wochen nicht.

Jörg Jung Redakteur / Regionalredaktion
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