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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Schlachthöfe: Appell für Verbot von Werkverträgen

03.09.2020

Im Nordwesten Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert die Bundestagsabgeordneten aus dem Nordwesten dazu auf, in Berlin für ein Verbot von Werkverträgen und Leiharbeit in der Fleischwirtschaft zu stimmen. Es handelte sich am Mittwoch um eine bundesweite Aktion, mit der die Gewerkschaft überall für das geplante „Arbeitsschutzkontrollgesetz“ eintritt.

Nach dem Gesetzentwurf des Bundesarbeitsministeriums sollen ab 1. Januar 2021 Werkverträge und ab 1. April 2021 Leiharbeit in Fleischbetrieben mit mehr als 49 Personen verboten werden. Das Gesetz zum Verbot von Leiharbeit und Werkvertrag ist für Matthias Brümmer, Geschäftsführer der NGG-Region Oldenburg-Ostfriesland, der erste Schritt. Dann müsse ein Tarifvertrag folgen.

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Brümmer begründet die Forderung: „Für die überwiegend osteuropäischen Beschäftigten in Subunternehmen sind extreme Arbeitsbelastung, Lohn-Prellerei und Unterbringung in abrissreifen Wohnungen seit Jahren an der Tagesordnung. Mit solchen Wildwest-Methoden muss endlich Schluss sein.“

Nach Angaben der Arbeitsagentur sank die Zahl der Schlacht- und Verarbeitungsbetriebe im Gebiet des ehemaligen Regierungsbezirks Weser-Ems innerhalb von 20 Jahren um 40 Prozent. Von rund 500 Betrieben im Jahr 1999 waren zuletzt noch 300 übrig.

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