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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Haustiere: Im „Stubentiger“ auf Tuchfühlung mit Katzen

29.08.2015

Hannover Astrid Heyer zieht an ihrer Zigarette, atmet tief ein und lehnt sich im Sessel zurück. Neben ihr liegt Hiro. Der rotgetigerte Maine-Coon-Kater blickt sie mit großen Augen an und schnurrt. Havanna, seine Schwester, sitzt derweil am Fenster und guckt auf die Straße. Es ist 9.07 Uhr – noch 53 Minuten bis zur Öffnung. So ruhig wie jetzt wird es im ersten Katzencafé in Niedersachsen nicht lange bleiben. Denn der Lokal-Trend aus Asien kommt in Hannover richtig gut an.

Seit ein paar Tagen können die Gäste in dem Lokal an der Escherstraße mit den vier Katzen Hiro, Holly, Havanna und Chica auf Tuchfühlung gehen. Sie schleichen den Gästen um die Beine, klettern auf den Sofas herum und wollen gekrault werden. Wenn sie ihre Ruhe brauchen, ziehen sie sich einfach in einen separaten Raum zurück. Oft kommt das allerdings nicht vor. Dazu sind die vier Samtpfoten viel zu neugierig.

Ihren Ursprung haben die Katzencafés in Asien. Dort sind sie aus der Not heraus entstanden, weil es den Menschen in vielen asiatischen Ländern nicht erlaubt ist, Haustiere in der Wohnung zu halten. Die Katzencafés sorgten für Abhilfe. Und genau das ist auch einer der Gründe, warum die Menschen das Lokal in Hannover besuchen. „Ich habe jetzt schon mit einigen Besuchern gesprochen, die hierherkommen, weil sie früher selbst Katzen hatten, aber mittlerweile im Seniorenheim leben und sie keine Tiere mehr halten dürfen“, sagt Heyer. Es sei toll zu sehen, wie glücklich die Katzen die Menschen machen und wie die unterschiedlichen Gäste auf ganz ungezwungene Weise in Kontakt kommen.

Ebenso wichtig wie die Zufriedenheit der Gäste ist auch die der Tiere. „Katzencafés sind nicht unbedenklich“, sagt Lea Schmitz vom Tierschutzbund Bonn. Sehr wichtig sei, dass die Katzen gern mit den Menschen in Kontakt treten und die Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen.

„Ich wollte einen Ort schaffen, wo sich Katzen und Menschen wohlfühlen“, sagt Heyer. Und das scheint ihr gelungen zu sein. Nach nur einer Woche Betrieb gibt es Vorreservierungen bis Oktober. „Ich bin ein bisschen überwältigt, um ehrlich zu sein“, räumt Heyer ein. „Es ist ja nicht so, dass ich etwas vollkommen Neues erfunden habe. In Deutschland gibt es mittlerweile einige Katzencafés.“ Das stimmt, aber in Hannover ist es eben das erste.

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Astrid Heyer drückt ihre Zigarette aus. Es ist 9.54 Uhr. Noch sechs Minuten, bis das Café „Stubentiger“ öffnet. Vor der Tür warten bereits die ersten Gäste.


Mehr Informationen unter   www.stubentigercafe.de 
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