• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Caritas: Immer mehr Pflegekräfte überlastet

15.03.2013

Cloppenburg Burnout im Pflegeberuf – dass das ein Thema ist, zeigte sich beim 26. Tag der Altenpflege in der Cloppenburger Stadthalle. Etwa 500 Interessierte waren gekommen, um sich über Krankheitsbild und Prävention zu informieren.

Eingeladen hatte die Arbeitsgemeinschaft katholischer Einrichtungen der Altenhilfe im Landes-Caritasverband für Oldenburg. Geschäftsführer Manfred Bockhorst nahm bei der Begrüßung der Teilnehmer zu möglichen Burnout-Auslösern im Job Stellung. „Pflege ist – kurz gesagt – schwere Arbeit in knapper Zeit für wenig Geld“, unterstrich Bockhorst.

Obwohl es ein erfüllender Beruf sei, habe die Branche mit Problemen zu kämpfen. Die Fachkraftquote sei von 75 auf 50 Prozent abgesenkt worden. Zu wenige Mitarbeiter hätten zu viel Arbeit – die Zahl der Krankschreibungen steige. Gleichzeitig müssten die Mitarbeiter mehr Zeit für „sinnentleerte Dokumentationen über den alten Menschen“ aufwenden, kritisierte er die Auflagen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen. Ebenso deutlich ging er mit den „unendlichen Prüfungen in der Pflege“ ins Gericht. „Wann lernen es Politik und Kostenträger, dass man ein totes Pferd nicht weiterreiten sollte? Wir sind doch keine Verbrecher!“

Dass die Rahmenbedingungen verbessert werden müssen, betonte auch Dr. Martin Pohlmann, stellvertretender Direktor des Landes-Caritasverbands. Er forderte eine bessere Personalausstattung bei gleichzeitigem Abbau von Bürokratie. Punkte, die auch im Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung ständen. „Ich hoffe, dass die Vorhaben umgesetzt werden.“

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den NWZ-Wirtschafts-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Dass aber nicht nur der Job, sondern eine Vielzahl von Einflüssen, so auch aus dem Privatleben, zu Burnout führten, betonte Frank H. Berndt, Leiter einer Burnout-Fachberatungsstelle, in Neuburg/Donau. Er betonte: „Burnout ist keine einfache Erschöpfung. Burnout ist, wenn man nicht mehr auftanken, sich nicht mehr erholen kann, der Akku leer ist.“ Der Weg führe zu einer Depression, einer „physisch-psychischen Insolvenz“. Vor allem engagierte Mitarbeiter, die alles besonders gut erledigen wollten und gleichzeitig noch versuchten, ihr Privatleben gut zu managen, seien gefährdet. „Es sind die Guten, die ausbrennen“, so Berndt. Was hinzukomme, so Gastreferentin Diplom-Psychologin Christine Sowinski, sei die Thematik, mit der Pflegekräfte sich beschäftigten: „Tod, Siechtum, Vergänglichkeit“.

Um der Burnout-Falle zu entkommen, müssten die Betroffenen sich ihren Ängsten stellen, so Berndt. Und auch einer möglichen Entlassung gelassen entgegenblicken. „Kündigung vor Kollaps“, laute die Devise. Das Selbstwertgefühl müsse gestärkt, Freiräume müssten geschaffen werden. „Manchmal hilft es, Nein zu Überstunden zu sagen – und wenn die Zeit knapp ist, ist es auch keine Katastrophe, wenn die Kinder mal zwei Tage nur Ravioli bekommen.“

Anuschka Kramer Redakteurin / Redaktion Westerstede
Rufen Sie mich an:
04488 9988 2602
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.