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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Corona-Krise: Nur kurze Freude an Neustart

27.05.2020

Jheringsfehn Ein Jahr lang war das Restaurant „Alte Scheune“ in Jheringsfehn geschlossen. Mit einem neuen Koch und Betreiber ging es nun wieder in dem historischen Gebäude nach einer Renovierungsphase trotz der Corona-Pandemie los. Zunächst war am Sonntag, 10. Mai, der Außer-Haus-Verkauf gestartet worden, dann sollte der Restaurant-Betrieb folgen. Auf Facebook postete der Betreiber am 10. Mai: „Unser Anspruch ist, dass jeder Gast mit gefülltem Magen und hoch sitzenden Mundwinkeln seine Mahlzeit beendet.“

Die große Freude über den erfolgreichen Neustart währte nicht lange. Für Freitag, 15. Mai, hatte der neue Koch und Betreiber Gäste zum „Pre-Opening“ geladen, darunter Firmenvertreter, die mit dem Restaurant zusammenarbeiten, und Handwerker. Auf Facebook schrieb der Betreiber, dass er schließen musste. „Einer unserer Gäste von unserem Pre-Opening, welches am 15. Mai stattgefunden hat, wurde positiv auf Sars-CoV-2 getestet.“

Nicht nur einer

Es war nicht nur einer, es waren mehrere Gäste, auch der Koch und Betreiber selbst war positiv getestet worden. Als ein Arzt, der sich unter den Gästen befand, Anfang der Woche Grippe-Symptome verspürte, ließ er sich nämlich testen. Nun sind mindestens 23 Personen infiziert, 154 in Quarantäne

In der Nachbarschaft hat man den Wirbel, den die Eröffnungsfeier verursacht hat, wahrgenommen. Fernsehteams waren im beschaulichen Jheringsfehn. „Es ist schade eigentlich, dass das Restaurant wieder schließen musste“, sagte ein Passant, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Er erinnerte sich, dass das Restaurant im Sommer normalerweise gut besucht sei. Auch ein vorbeifahrender Radfahrer äußerte sich auf Nachfrage: „Wir waren froh, dass wieder ein Restaurant aufmachen durfte, haben aber nicht erwartet, dass das so ausartet.“

Der Koch und Betreiber beteuert, dass er die Auflagen eingehalten hat. 50 Gäste dürfen in sein Restaurant, 40 waren gekommen. Das Personal und er selbst hätten Mundschutz getragen, die Abstandsregeln seien eingehalten worden. Die Gäste hätten an Tischen in Nischen gesessen, der notwendige Mindestabstand sei eingehalten worden. Auf keinen Fall sei eine Party gefeiert worden. Er habe gekocht und sei dann an die Tische gekommen, um die Gäste zu begrüßen, habe auch kurz mit am Tisch gesessen.

Am Feiertag Christi Himmelfahrt habe er sich krank gefühlt und Schmerzen in den Knien gehabt. Der Landkreis Leer hat nach Angaben eines Sprechers Informationen, dass die Abstands- und Hygieneregeln nicht eingehalten wurden. So sollen sich Gäste per Handschlag begrüßt und umarmt haben.

Nils Hannes Klotz Volontär, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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