• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Minifähre: Juister muss umplanen

12.02.2019

Juist Der Betrieb der neuen Mini-Fährlinie zwischen Norddeich und Juist muss voraussichtlich mit einem noch kleineren Schiff als zunächst geplant starten. Der eigentlich für den Fährbetrieb vorgesehene, elf Meter lange „Töwerland-Express“ ist – anders als es zunächst geheißen hatte – noch gar nicht im Bau: Die Genehmigung der Konstruktionszeichnungen durch die Klassifikationsgesellschaft der DNV GL hatten bei Weitem länger auf sich warten lassen als erhofft und gedacht. Entsprechende Informationen bestätigte der Juister Inselgastronom Jörg Schmidt auf Nachfrage. Er wird Betreiber der kleinen neuen Fährlinie sein. Die Unterlagen von DNV GL lägen seit wenigen Tagen vor, somit könne nun in Kürze auch mit dem Bau begonnen werden. Nicht nur die Genehmigung durch die Klassifikationsgesellschaft, auch weitere Auflagen deutscher Behörden für das kleine Boot hatten ein geschwindes Vorankommen des Projektes laut Schmidt ausgebremst. Daraufhin habe man nun entschieden, den „Töwerland-Express“ unter niederländischer Flagge fahren zu lassen. Dort könnten auch gewerblich genutzte Wasserfahrzeuge noch bis zu einer Länge von zwölf Metern mit deutlich geringeren Auflagen als Sportboote betrieben werden, in Deutschland gehe dies nur bis zu acht Metern, so Schmidt.

„Nordsee kein Spielplatz“

„Wir werden jetzt Mitte März erstmal mit einem 8,70 Meter langen Schiff starten“, so Schmidt. Das stammt ebenfalls vom Spezialbetrieb Aluforce, bei dem der „Töwerland-Express“ gebaut wird. „Es hat nur acht Plätze statt der zwölf, die wir später haben werden, aber so können wir wenigstens starten“, sagte Schmidt. Er hoffe, dass dann ab Mai der echte „Töwerland-Express“ zum Einsatz kommen könne.

Wieso es zu Verzögerungen bei der Genehmigung der technischen Zeichnungen gekommen ist, dazu machte er keine Angaben. „Seit Mitte Dezember hingen wir leider in der Luft“, so der Unternehmer. „Wir hatten uns aber bewusst entschieden, etwas zu bauen, das größer ist als ein reines Sportboot – etwas, das wirklich sicher ist und das eben auch etwas aufwendiger in der Genehmigung ist“, sagte er. Anders als die großen Inselfähren der AG Norden-Frisia, die eher mit sechs bis acht Knoten in Richtung Juist unterwegs seien, werde der „Töwerland-Express“ in der Regel doppelt so schnell durch die See pflügen. „Die Nordsee ist kein Spielplatz, und gerade die kurzen, harten Wellen können auch das Material belasten. Deshalb haben wir uns für unseren Inselhüpfer für eine etwas größere Variante entschieden.“

Nicht entmutigt

Der Rumpf wird im russischen St. Petersburg gefertigt, die weitere Fertigstellung und Ausrüstung dann in Lübeck (Schleswig-Holstein) erfolgen. „Ehrlich gesagt, rechne ich aktuell aber nicht damit, dass das Schiff dann vor Ende April, vielleicht erst im Mai einsatzbereit sein wird“, sagte Schmidt. „Wenn es fertiggestellt ist, muss es ja auch erst Krängungsversuche – also Tests mit steilen Neigungen – und weitere Tests seitens der Klassifikationsgesellschaft bestehen.“

Entmutigt ist er von den Verzögerungen nicht. „Wir denken sogar darüber nach, noch weitere solcher Schiffe bauen zu lassen und einzusetzen.“ Er habe schon jetzt von weiteren Inseln Anfragen, ob er sich auch dort die Einrichtung solcher kleinen, flinken Fähren vorstellen könne. „Die Zahl der Tagestouristen wächst, und für die zählt bei der Anreise oft jede Minute, um mehr Zeit auf den Inseln zu haben. Wenn der ,Töwerland-Express‘ gut läuft, könnte ich mir ein ausgeweitetes Engagement gut vorstellen.“

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.