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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

FORSCHUNG: Junge Leute halten viel von Ehe und Familie

30.06.2006

OLDENBURG OLDENBURG - Allen Unkenrufen zum Trotz haben Ehe und Familie für junge Menschen hohen Stellenwert. Dies ist das Fazit einer von den Oldenburger Erziehungswissenschaftlern Professor Dr. Friedrich W. Busch und Professor Dr. Wolf-Dieter Scholz gestern präsentierten Studie. Dafür wurden an Hochschulen, allgemein- und berufsbildenden Schulen in Weser-Ems 2100 junge Leute befragt.

Der Studie zufolge wollen 77 Prozent zwar zunächst unverheiratet mit einem Partner zusammenleben; 66 Prozent von ihnen verstehen das aber als „Ehe auf Probe“. Nur 7 Prozent lehnen nicht eheliche Lebensgemeinschaften grundsätzlich ab. Trotz großer Offenheit gegenüber nicht ehelichen Formen des Zusammenlebens hat die Ehe für 70 Prozent auch in Zukunft eine große Bedeutung. Lediglich 14 Prozent halten sie für eine überholte Einrichtung.

„Junge Leute wollen verlässliche Beziehungen haben, sie suchen auch Geborgenheit in einer komplizierten Welt“, sagten Scholz und Busch. Für 90 Prozent ist die Liebe das entscheidende Moment für eine Ehe, 73 Prozent sehen in ihr die Lebensform, in der sie am ehesten geborgen und sicher sind: Für 62 Prozent ist der Kinderwunsch der Auslöser für die Ehe. Gegenseitigen Respekt und Toleranz, emotionale Treue und die Bereitschaft zum Verzeihen halten 95 Prozent der Jugendlichen für die Grundlagen einer guten Ehe. Sexuelle Treue hat mit 83 Prozent eine etwas geringere Bedeutung.

In der wachsenden Kinderlosigkeit drücke sich keine sinkende Wertschätzung von Kindern aus, fanden die Wissenschaftler heraus. Das Gegenteil sei der Fall: 76 Prozent der Befragten wünschen sich eigene Kinder. Nur knapp 6 Prozent sprechen sich ausdrücklich dagegen aus. Dabei entspricht die Vorstellung über die Zahl der Kinder weitgehend der heutigen durchschnittlichen Kinderzahl: ein bis zwei Kinder wünschen sich 71 Prozent.

„Es muss Strukturprobleme geben, wenn Menschen sich im späteren Leben anders verhalten als eigentlich gewünscht“, sagte Scholz, der damit u.a. auf Schwierigkeiten anspielte, berufliche und familiäre Ambitionen unter einen Hut zu bringen. 55 Prozent wünschen sich ein Zusammenleben, in dem beide Partner einen Beruf haben und sich die Arbeit im Haushalt und bei der Kinderbetreuung teilen. Die traditionelle Rollenverteilung, nach der der Mann erwerbstätig und die Frau für Haushalt und Kinder zuständig ist, gilt nur noch für 5 Prozent als wünschenswert.

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