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Greta Thunberg im ICE: überfüllte Züge "großartiges Zeichen"

Madrid/Berlin (dpa) - Nach monatelangem Reisen in Zügen und auf See ist die Klimaaktivistin Greta Thunberg auf dem Rückweg in ihre schwedische Heimat - "in überfüllten Zügen durch Deutschland", wie sie auf Twitter schrieb.

Dazu stellte die 16-Jährige am Samstag ein Foto, das sie mit viel Gepäck auf dem Boden eines ICE zeigt. "Und ich bin endlich auf dem Heimweg!", schrieb sie dazu.

Die Deutsche Bahn reagierte und twitterte am Morgen zunächst: "Wir wünschen Greta eine gute Heimfahrt. Und arbeiten weiter hart an mehr Zügen, Verbindungen und Sitzplätzen." Später dann teilte die Bahn mit, Thunberg habe bei ihrer Zugfahrt durch Deutschland auch einen Sitzplatz in der Ersten Klasse benutzt. Demnach reiste Thunberg von Frankfurt nach Hamburg - zwischen Kassel und Hamburg auf einem Sitzplatz in der Ersten Klasse.

Darauf wiederum reagierte Thunberg: Ihr Zug von Basel aus sei ausgefallen, weshalb sie im Anschluss in zwei verschiedenen Zügen auf dem Boden gesessen habe, twitterte sie. Hinter Göttingen habe sie schließlich einen Sitzplatz erhalten. "Das ist natürlich kein Problem und ich habe niemals gesagt, dass es eines wäre." Vielmehr seien überfüllte Züge "ein großartiges Zeichen, weil das bedeutet, dass die Nachfrage nach Bahnreisen groß ist."

Viele Nutzer auf Twitter reagierten amüsiert auf das Foto Thunbergs - denn Spott über die Bahn, Zugverspätungen und überfüllte Züge gibt es dort viel. "Stell dich auf Verzögerungen ein", warnte jemand. Ein anderer kommentierte: "Willkommen in Deutschland, der öffentliche Transport hier ist ein Chaos...". Und ein weiterer befand: "A true deutsche bahn experience" - eine wahrhaftige DB-Erfahrung also.

Die Bahn warb just am gleichen Tag damit, dass es zum Fahrplanwechsel mehr Züge und mehr Fahrten gebe. Klimafreundliches Reisen werde damit noch attraktiver. Der bundeseigene Konzern spielt eine wichtige Rolle auch im Programm der Bundesregierung für mehr Klimaschutz. Er hat aber immer noch große Probleme mit Verspätungen und Engpässen im Netz.

Für Thunberg gehen viereinhalb Monate fernab der schwedischen Heimat zu Ende. Sie war Anfang August gestartet, hatte nach einer Atlantik-Überquerung mit einer Segeljacht unter anderem am UN-Klimagipfel in New York teilgenommen und sich später per Katamaran auf den Rückweg nach Europa gemacht, wo sie auf der Weltklimakonferenz in Madrid eine Rede hielt. Thunberg fliegt nicht, weil dabei besonders viele klimaschädliche Treibhausgase ausgestoßen werden.

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