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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

SITZUNG: Klares Votum für die A 22

22.12.2007

OVELGöNNE Die Gemeinde Ovelgönne spricht sich für den Bau der Küstenautobahn A 22 aus, die so genannte Vorzugstrasse aber lehnt sie ab. Diesen Beschluss fasste der Gemeinderat am Donnerstag mit 13 „Ja“-Stimmen. Vier Ratsmitglieder stimmten dagegen.

Übereinstimmend sprachen sich die Autobahnbefürworter im Rat für eine „deutlich nördlicher“ verlaufende Trasse aus. Diese sei, sagte beispielsweise Gunther Hellwig (CDU) „insgesamt konfliktärmer“. Ebenso übereinstimmend wurde betont, dass die Favorisierung einer nördlicher gelegenen Autobahntrasse nicht dem „St.-Florians-Prinzip“ folge. Es gehe nicht darum, erklärte Bürgermeister Thomas Brückmann, „die Trasse aus der Gemeinde herauszukriegen“. Für die Nordvariante würden vielmehr ökonomische und ökologische Gründe sprechen.

Die Vorzugstrasse etwa würde den besonders schützenswerten Naturraum „Lerchenheide“ „gravierend beeinträchtigen“, heißt es in der vom Rat verabschiedeten Stellungnahme. Die „herausragende ökologische Bedeutung“ dieses Naturraums für die Vogelwelt sei „nicht berücksichtigt worden“.

Daneben würden die in diesem Bereich vorherrschenden Bodenverhältnisse „die Baukosten für die Küstenautobahn in Dimensionen treiben, die diese Trassenführung auch aus ökonomischen Gründen als nicht zu vertreten erscheinen lassen“, heißt es in der Stellungnahme weiter.

In Anwesenheit von Autobahngegnern begründeten die Ratsmitglieder ihre Zustimmung zum Bau der A 22. Gunther Hellwig etwa verwies auf die „europäische Dimension“, auf „Chancen für die Region“ und auf die Entlastung der A 1.

Peter Burkert (UGO) betonte, dass auf den Bundesstraßen 211, 212 und 437 jetzt schon „autobahnähnliche Zustände“ herrschten. „Diese Verkehrsströme müssen gelenkt werden“, so Burkert.

Bürgermeister Thomas Brückmann hielt den Ausbau der Infrastruktur für unerlässlich, weil der Küstenregion ein wirtschaftlicher Boom vorausgesagt werde, dagegen sei Süddeutschland „auf dem absteigenden Ast“.

Gelobt wurden die Einwendungen der Bürger und Initiativen gegen den Bau der A 22 als „qualitative Arbeiten“ und „gute Grundlagen“ für die „Nordvarianten“-Argumentation der Gemeinde. „Wir haben die Belange der Bürger in Frieschenmoor-Neustadt in der Stellungnahme berücksichtigt“, erklärte Wolfgang Hübenthal (CDU/FDP/Hübenthal-Gruppe). Mit dem Votum habe der Rat „klar zum Ausdruck gebracht, dass wir an der Seite der Bürger stehen“.

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Anke Pfund (Grüne) sprach sich gegen den Autobahnbau aus. Sie befürwortete stattdessen den Ausbau der Bundesstraßen und deren „bessere Nutzung“. Birgit Voßberg (SPD) mochte sich ebenfalls nicht mit der A 22 anfreunden. „Ich sehe die wirtschaftlichen Vorteile nicht“, begründete sie ihre Ablehnung. Auch Wilma Lehwald-Abrahams (SPD) stimmte gegen die Küstenautobahn. Mit dem Bau der B 211 neu und der geplanten A 22 käme „auf sehr kleiner Fläche sehr, sehr viel Beton“. Die Wirtschaft fordere ständig mehr; es sei daher an der Zeit zu fragen, was die Wirtschaft „eigentlich für uns tut“.

In der letzten Sitzung des Jahres wurden außerdem die Beschlüsse aus den Fachausschüssen beraten – und jeweils einstimmig bestätigt. Grund genug für die Fraktions- und den Ratsvorsitzenden, die gute Zusammenarbeit zwischen Rat und Verwaltung zu unterstreichen – ebenso wie innerhalb der Ratsfraktionen.

Torsten Wewer Kanalmanagement / Redakteur
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