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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Kutterfischer gegen Elbvertiefung

21.05.2012

CUXHAVEN Mit einem Bootskonvoi haben Fischer und Naturschützer in Cuxhaven gegen die geplante Elbvertiefung protestiert. Am Mittag fuhren knapp 40 Kutter vom alten Fischereihafen in Cuxhaven auf den Fluss hinaus.

Die Fischer befürchten, dass sie nach der erneuten Vertiefung der Elb-Fahrrinne kaum noch Krabben oder Fisch fangen können. „Es wird dann nicht mehr machbar sein, dass man dort fischt. Wir haben Angst, unseren Arbeitsplatz zu verlieren“, sagte der Vorsitzende der Interessengemeinschaft der Elbe-Weser-Fischer, Hans-Robert Hinners, der Nachrichtenagentur dpa am Rande der Demonstration.

Im Gegensatz zu den Obstbauern und Landwirten im Alten Land seien die Fischer bei den politischen Verhandlungen schlicht vergessen worden. Die Demonstranten erhoffen sich Entschädigungen. Für die Obstbauern und Landwirte wurde im Vorfeld ein Paket von Sofortmaßnahmen geschnürt.

Niedersachsen hatte im April den Weg für das umstrittene Projekt der Stadt Hamburg und des Bundes freigemacht. Die Elbvertiefung ermöglicht, dass auch Containerschiffe mit einem Tiefgang von 14,5 Metern den größten deutschen Seehafen anlaufen können.

Der von Hamburg angestrebte Baubeginn in diesem Jahr könnte sich allerdings durch Klagen von Umweltschützern verzögern.

Auch die Stadt Cuxhaven will gegen die Elbvertiefung klagen, sagte Rüdiger Kurmann, Fraktionsvorsitzender der örtlichen Wählergemeinschaft „Die Cuxhavener“, die gemeinsam mit der SPD die Mehrheit im Stadtrat hat. An der Demonstration nahmen auch Cuxhavener Bürger auf einem von der Wählergemeinschaft gecharterten Ausflugsschiff teil - „Keine Elbvertiefung für die Pfeffersäcke“ stand auf einem Plakat.

Die Naturschutzverbände WWF, BUND und Nabu befürchten negative Folgen. „Wir setzen uns für eine ökologisch intakte Elbe ein, von der unter anderem auch die Fischbestände profitieren würden“, erklärte Bernd Quellmalz, Sprecher des Nabu Hamburg.

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