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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Landvolk rümpft Naseüber Düngekataster

09.07.2014

Im Nordwesten Der Landvolkverband Niedersachsen kritisiert den Erlassentwurf für den Aufbau eines Düngekatasters, mit dem die Düngung mit Gülle, Mist und anderen organischen Düngestoffen künftig besser dokumentiert und überwacht werden soll. Ein Viertel des Grundwassers in Deutschland enthält laut Umweltbundesamt zu viel Nitrat. Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) will dem mit seinem geplanten Düngekataster entgegenwirken. Lob kommt vom Umweltverband Nabu, der Landesbauernverband indes ist skeptisch.

Für eine wiederholte Prüfung des tatsächlich eingeschlagenen Verwertungsweges auch nach Erteilung der Genehmigung sei das Baurecht ungeeignet. Derartige Regelungen müssten über das Düngerecht getroffen werden, heißt es in einer ersten Stellungnahme des Landvolks.

Jürgen Seeger, Vorsitzender des Kreislandvolkverbandes Oldenburg, sieht das genauso. „Der Nährstoffanteil, der Tierbestand, die Flächengrößen – all diese Angaben liegen im Nährstoffvergleich nach Düngeverordnung bereits vor. Die Werte müssen nur genutzt werden, das würde uns Landwirten viel Arbeit und unnötige Kosten ersparen“, argumentiert Seeger. Der Kreislandvolkverband Oldenburg teile die Ansicht des niedersächsischen Landvolks „voll und ganz“.

Die Landwirte in der Region erfüllten bereits heute eine Vielzahl von Dokumentationspflichten. Die existierenden Instrumente müssten besser vernetzt und engmaschiger kontrolliert werden, anstatt immer neue zu schaffen.

Das Landvolk begrüßt unterdessen die im Erlass vorgesehene Konkretisierung des Nachweisverfahrens bei der Prüfung der Anträge und eine einheitliche Verwaltungspraxis bei der Genehmigung von Stallgebäuden und Biogasanlagen. Den Landwirten sei dies seit mehr als zwei Jahrzehnten unter dem Begriff des „Qualifizierten Flächennachweises“ bekannt und stelle somit für die Betriebsleiter keine Herausforderung dar. Zudem könnten die Landwirte künftig besser planen, da auch die Anforderungen an den Lagerraum für Wirtschaftsdünger wie Gülle, Jauche oder Gärreste konkreter formuliert würden.