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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Fleischbranche: Leiharbeiter leiden unter neuen Abrechnungstricks

01.12.2015

Cloppenburg Das „Netzwerk für Menschenwürde in der Arbeitswelt“ mit Beratungssitz in Cloppenburg schlägt Alarm: Die Zahl an Leiharbeitern, die um Hilfe bitten, weil sie um ihren Lohn betrogen wurden, steigt. Bis zu 20 Hilfesuchende kommen jeden Freitagabend zu Arbeitsrechtler Johannes Brinkhus in die Sprechstunde. Sein kostenfreies Angebot verstößt zwar gegen das Standesrecht, doch aus Sicht von Brinkhus ist es die einzige Chance, um dem Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen Einhalt zu gebieten.

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Am Montag stellte Brinkhus bei einem Pressegespräch in Cloppenburg gemeinsam mit Prälat Peter Kossen klar, dass die Selbstverpflichtung der Schlachtindustrie in Niedersachsen für bessere Arbeitsbedingungen kaum etwas verändert habe. Gleichzeitig forderten sie ein bundesweites kostenloses und flächendeckendes juristisches Beratungsnetz für Leih- und Werkvertragsarbeiter.

Zwar werde in der Branche der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro auf den Lohnabrechnungen ausgewiesen, so Brinkhus, der Nachweis über die Anzahl der dafür geleisteten Stunden fehle jedoch. Manche Arbeiter müssten täglich zwei Schichten absolvieren, ohne dass alle Stunden vermerkt werden, manche Chip-gesteuerte Zeiterfassung höre bei 200 Arbeitsstunden auf zu zählen, bei anderen würden die Arbeitsmaterialien in Rechnung gestellt oder die Bänder in den Betrieben einfach schneller laufen. Neuster Clou sei, Krankheitstage vom Urlaub abzuziehen. „Das ist strafrechtlich relevant, wir haben in neun Fällen gegen eine Cloppenburger Firma Strafanzeige gestellt“, so Brinkhus. Der Fall liege bei der Oberstaatsanwaltschaft.

Anuschka Kramer Redakteurin / Redaktion Leer
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