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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Marderhund breitet sich unaufhaltsam aus

02.01.2017

Hannover Der Vormarsch des Marderhundes in Niedersachsen geht weiter. Einhergehend damit ist die Abschusszahl des nachtaktiven Allesfressers auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Im Jagdjahr 2015/2016 wurden landesweit 2849 Marderhunde zur Strecke gebracht. Dies sind fast 500 Tiere oder 21 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie aus dem aktuellen Landesjagdbericht des Agrarministeriums hervorgeht. Die Abschusszahl hat sich damit innerhalb eines Jahrzehnts um rund 1000 Prozent erhöht.

Der erneut starke Anstieg der Abschusszahl wird von Fachleuten als Anzeichen für die massive Ausbreitung des Marderhunds gewertet. Dafür spricht auch, dass die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Tiere ebenfalls weiter gestiegen ist.

Die ersten Marderhunde waren in Niedersachsen vor 20 Jahren geschossen worden. Seither breiten sich die ursprünglich aus Ostasien stammenden Tiere immer weiter aus. Nach Angaben der Landesjägerschaft wurden Marderhunde mittlerweile schon in allen niedersächsischen Landkreisen erlegt.

Marderhunde streifen nach Angaben der Landesjägerschaft weit umher. Sie können Strecken bis zu 400 Kilometern zurücklegen. Weil sie auch gute Schwimmer seien, stellten Flüsse für sie kein echtes Hindernis dar, schreibt der Wildtierexperte Egbert Strauß im Landesjagdbericht.

Zu stoppen ist der bis zu 80 Zentimeter lange und bis zu 8,5 Kilogramm schwere Marderhund nach Auffassung von Experten nicht. Die Tiere haben eine hohe Reproduktionsrate von bis zu zwölf Jungen pro Wurf. Die jungen Marderhunde verlassen ihre Eltern schon nach wenigen Monaten. Sie suchen sich dann eigene Reviere. Dabei breiten sie sich räumlich schnell aus und streifen weit umher.

Als Allesfresser, die sich auch von Amphibien, Fischen, Eiern, jungen Vögeln oder kleinen Säugetieren ernähren, können Marderhunde nach Einschätzung von Artenschutzexperten zur Gefahr für heimische Tiere werden.

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