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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Denkmal: Marodem Wasserturm droht Abriss

22.10.2010

BRAKE 56 Meter ragt er über dem Braker Ortsteil Hammelwarden in die Höhe und stellt dessen Wahrzeichen dar. Doch jetzt könnten die Tage des Ende der 20er Jahre errichteten und unter Denkmalschutz stehenden Wasserturms gezählt sein – die Stadt Brake will ihn abreißen lassen.

An dem Turm, der sich im Eigentum des Architekten Martin Wenderoth aus Herdecke in Nordrhein-Westfalen befindet, hat der Zahn der Zeit genagt – so heftig, dass sich vor allem bei Sturm immer wieder Teile der Fassade lösen und in die Gärten der Anwohner stürzen. Die Brakerin Nicole Buntrock, die in unmittelbarer Nachbarschaft des Wasserturms wohnt, lässt ihre beiden Kinder Pia (1) und Philip (4) bei stürmischem Wetter nicht mehr im Garten spielen, weil sie Angst hat, dass sie von einem der Trümmer getroffen werden. Die Mutter hat inzwischen einen ganzen Eimer voll mit Scherben von Glasbausteinen und Stücken von Ziegeln gesammelt, die alle vom Turm stammen und in ihrem Garten lagen. Das größte Stück misst fast zwölf Zentimeter. Fällt einem ein solcher Brocken aus 50 Metern Höhe auf den Kopf, könne das tödlich enden, sagt Dr. Thomas Schwarzbach, Arzt am Braker St.-Bernhard-Hospital.

Die WGB, eine freie Wählergemeinschaft in Brake, hat der Stadtverwaltung vorgeworfen, sie spiele mit der Gesundheit der Wasserturm-Anwohner. Diesen Vorwurf weist Brakes Bürgermeister Roland Schiefke scharf zurück. Die Stadt bemühe sich seit drei Jahren um eine Lösung des Problems und habe den Eigentümer des Turms auch bereits zu Sicherungsmaßnahmen aufgefordert. Dieser Aufforderung sei der Architekt auch nachgekommen.

Gleichwohl fallen in Hammelwarden noch immer Steine vom Himmel. Und jetzt ist auch für den Braker Bürgermeister das Maß voll. Er will ein Gespräch mit dem Eigentümer führen und diesen dazu bewegen, das Wahrzeichen von Hammelwarden abreißen zu lassen. Der Architekt dürfte nicht allzu viel dagegen haben. Die Nutzung des Turms als Wohngebäude, die er einst angedacht hatte, hat sich ohnehin als illusorisch erwiesen.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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