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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Moorbrand Bei Meppen: Jetzt fordern die Landwirte Schadenersatz

14.11.2018

Meppen /Stavern Über viele Wochen hatte der Moorbrand auf dem Bundeswehrgelände bei Meppen Einsatzkräfte und Anwohner in Atem gehalten. Inzwischen laufen die Aufräumarbeiten. Allein die Kosten für die Reinigung von verdreckten Solaranlagen, Fenstern, Wintergärten, und Überdachungen von Privatleuten musste die Bundeswehr 48.000 Euro zahlen.

Noch während der Löscharbeiten hatte die Bundeswehr vor Ort eine Schadenannahmestelle eröffnet, in der Schäden, die durch den Moorbrand entstanden waren, gemeldet werden konnten. Anrufe, Briefe und E-Mails wurden derweil von den Mitarbeitern der Bundeswehr im Dienstleistungszentrum in Leer bearbeitet. Dabei hatte die Bundeswehr von Anfang betont, dass sie sehr bemüht sei, die Schadensbearbeitung im Zusammenhang mit dem Moorbrand so unbürokratisch wie möglich zu gestalten.

Alle Berichte zum Moorbrand bei Meppen im NWZ-Spezial

Den Willen dazu bestätigt auch Michael Feld, Kreisgeschäftsführer des Landwirtschaftlichen Kreisvereins Meppen. Mehrere Bauern hätten sich beim Landvolk zusammengetan, um „die Kräfte zu bündeln und die Gespräche mit einer gemeinsamen Vertretung zu vereinfachen“, so Feld. Insgesamt 30 Geschädigte vertritt der Verband nach Auskunft der Bundeswehr.

Gemeinsam wurde ein Gutachter eingeschaltet. „Das ist gerade vom zeitlichen Aufwand nützlich und sorgt für deutlich mehr Effektivität“, begründet Feld die Entscheidung. Der Gutachter sei aktuell tätig und verschaffe sich einen Überblick. Feld: „Es ist ein laufender Prozess.“

Die Liste der Schäden, die durch den Brand und dessen Bekämpfung aufseiten der Landwirte verursacht wurden, ist lang. So gab es diverse Flurschäden, die durch das Befahren der Äcker und Wirtschaftswege mit Panzern und anderen schweren Fahrzeugen oder das Ausbaggern von Wassergräben entstanden sind. Dazu kämen laut Feld für viele Bauern auch Ernteerschwernisse, beispielsweise bei der Kartoffelernte. Und auch Photovoltaikanlagen sind durch die Rauchentwicklung verdreckt worden und müssen nun intensiv gereinigt werden.

Am schlimmsten hat es Landwirt Hermann Pranger erwischt, der auf dem Schießgelände 70 Hektar Land besitzt. Von seinem Nadelwald, so der Meppener, seien beispielsweise nur Stumpen geblieben, weil die Bundeswehr zur Eingrenzung des Feuers kurzerhand alle Bäume abgeholzt habe.

Obwohl alleine die Regulierung des ersten landwirtschaftlichen Schadens nach Angaben der Bundeswehr mit 55 000 Euro zu Buche geschlagen hat, sind die Bauern bisher mit der Zusammenarbeit zufrieden. „Der Umgang ist sehr sachlich und es läuft derzeit wirklich reibungslos“, berichtet Feld. Nach der massiven Kritik während und nach dem Brand, die die Bundeswehr einstecken musste, hat Feld nun auch lobende Worte. „Ich muss wirklich sagen, dass die Gespräche sehr vernünftig ablaufen. Alle arbeiten zielführend.“

Jörg Jung Redakteur / Regionalredaktion
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