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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

„Mit Tarifvertrag können beide Seiten zufrieden sein“

14.01.2014

Ahlhorn /Garrel Als „gutes Signal“ wertet der Generalbevollmächtigte des Geflügelproduzenten Heidemark (Garrel/Ahlhorn), Johannes Hermann Eiken, die Einigung von Gewerkschaft NGG und dem Arbeitgeberverband der Fleischindustrie auf einen Tarifvertrag mit einem Mindestlohn. „Da wurde ein Konsens erzielt, in dem sich beide Seiten wiederfinden“, so Eiken.

Überrascht zeigte sich Eiken darüber, dass der Mindestlohn nicht sofort bei 8,50 Euro beginnt. Die Vereinbarung sieht vielmehr einen verbindlichen tariflichen Mindestlohn von 7,75 Euro je Stunde zum 1. Juli 2014 vor. Dieser soll bis Dezember 2016 in drei Stufen auf 8,75 Euro steigen.

Eiken geht davon aus, dass dieser Einigung ein Kompromiss zugrunde liegt. Denn verzichtet werden soll auf unterschiedliche Entlohnung in Ost und West. Bei Heidemark, so der Generalbevollmächtigte des Unternehmens, wurde im vergangenen Jahr ein Mindestlohn von 8,19 Euro gezahlt, seit dem 1. Januar seien es 8,50 Euro. „Dabei bleiben wir auch.“ Orientiert habe sich das Unternehmen in der Vergangenheit an dem Tarifvertrag für die Zeitarbeitsfirmen. „Das war für uns ein Maßstab, weil es ja für die Fleischindustrie noch keinen Tarifvertrag gab.“ Und hier hat es eben die Steigerung von 8,19 auf 8,50 Euro gegeben. Heidemark macht einen jährlichen Umsatz von 750 Millionen Euro.

Ein wichtiger Punkt bei den Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und dem Verband der Fleischindustrie sei auch „die Laufzeit der Verträge“.

7,75 Euro dürfte laut Eiken bei vielen Unternehmen im Nordwesten keine großen Veränderungen mit sich bringen.

„Das ist jetzt auf jeden Fall ein Anfang nach einer sehr langwierigen Debatte, die meiner Meinung nach zu lange gedauert hat“, erklärte Eiken, der auch Sprecher des Arbeitskreises Werkverträge beim Agrar - und Ernährungsforum in Vechta ist.

Dieser Arbeitskreis hatte sich im August 2012 gegründet. „Im Januar 2013 waren wir eigentlich schon mit den Themen durch, was Quartierfrage und die Anforderungen an einen Mindestlohn angeht. Wichtig ist jetzt aber, dass man den Weg gefunden hat zu einem Tarifvertrag mit Mindestlohn. Diesen Kompromiss sollte man jetzt nicht schlecht reden, sondern man sollte zufrieden sein“, sagte Eiken.

Norbert Wahn Redakteur / Politikredaktion
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