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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Pläne für Trecker-Maut sorgen für Wirbel

03.07.2014

Im Nordwesten Pläne für eine Trecker-Maut sorgen in der Gemeinde Wardenburg im Landkreis Oldenburg für Aufregung. Wegen knapper Kassen der öffentlichen Hand herrscht nicht nur bei Landes- oder Bundesstraßen und Radwegen Sanierungsstau, auch die Wirtschaftswege sind in den ländlichen Regionen Niedersachsens vielerorts reparaturbedürftig. Für die Sanierung sind in der Regel die Gemeinden zuständig – und dort gibt es ganz unterschiedliche Lösungen, um an Geld für die Reparatur zu kommen.

In Wardenburg sollen in einer zweijährigen Testphase schwere landwirtschaftliche Fahrzeuge kostenpflichtige Ausnahmegenehmigungen beantragen, wenn sie tonnagebegrenzte Wirtschaftswege befahren wollen. Eine Jahresgenehmigung kostet pro Fahrzeug je nach Gewichtsklasse zwischen 191,75 und 767 Euro, eine Einzelgenehmigung für einen Tag 30 Euro. 100 Kilometer Wirtschaftswege sind von der Gemeinde in Ordnung zu halten. Eine Entscheidung will der Gemeinderat in seiner Sitzung Ende September treffen. Jürgen Seeger, Landvolk-Kreisvorsitzender in Oldenburg, sieht ein Maut-Modell skeptisch. Er frage sich, wie die Gebühren durchgesetzt und kontrolliert werden sollen und „ob da am Ende etwas für die Reparatur übrig bleibt.“

Verband kümmert sich

Die Gemeinde Schiffdorf (Kreis Cuxhaven) geht andere Wege. Seit 2007 gibt es dort den Wirtschaftsverband Wesermünde, der sich um die Wirtschaftswege im Verbandsgebiet kümmert. Mitglieder sind die zu Schiffdorf gehörenden kleineren Gemeinden sowie die Eigentümer und Erbbauberechtigten der im Gebiet gelegenen Grundstücke, die alle Beiträge zahlen.

Bürgermeister Klaus Wirth (parteilos) zieht ein positives Fazit: „Die Unterhaltungskosten für die Wege zahlt die Gemeinde nach wie vor. Aber durch Hand- und Spanndienste der Landwirte können wir mehr Wege instand halten.“ Die Kommune zahle die Schlacke und die Bauern rückten mit Trecker und Geräten an, um die Schlacke ehrenamtlich zu verteilen. Allein dadurch sei seit 2007 ein geldwerter Vorteil von rund 300 000 Euro zusammengekommen, sagte Wirth.

Modell Wesermarsch

Ganz anders läuft es in einem Gebiet im Landkreis Wesermarsch. Mit der Gebietsreform 1974 übernahm der Entwässerungsverband Moorriem-Ohmstedter Sielacht die Unterhaltung der 150 Kilometer Wirtschaftswege. Es gibt eine Benutzungs- und Gebührenordnung. Für die Landwirte besteht eine Zwangsmitgliedschaft. Die Bauern zahlen im Jahr zehn Euro pro Hektar Grundstück. Dafür dürfen sie die Wege mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen bis zu sieben Tonnen befahren.

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