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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

PRÄVENTION: Netzwerk für misshandelte Kinder

04.11.2009

OLDENBURGER LAND Das „Netzwerk gegen häusliche Gewalt“ bei Kindern wird immer dichter. Über 600 Mediziner haben schon die Vortragsreihen des Westersteder Arztehepaars Ulrike und Volker Wendt besucht, die gemeinsam mit der niedersächsischen Ärztekammer sowie vielfach mit der Staatsanwaltschaft Oldenburg (Manuela Wasmann) und der Polizeidirektion Oldenburg/Ammerland (Reiner Gerke) durchgeführt wurden. Eine Tour durch den Nordwesten, aber auch bis Verden und Cuxhaven. Mit nur einem Thema: Wie kann Gewalt gegen Kinder erkannt – und verhindert werden? Mit im Boot seit Jahresanfang: Das Klinikum Oldenburg. „Jeder Arzt kann sich dorthin wenden und Kinder überweisen – nicht nur Kinderärzte“, betont Dr. Volker Wendt.

Das Modell Oldenburg hat ein Vorbild – die Uni-Klinik in Hamburg Eppendorf, mittlerweile ein „Kinderkompetenzzentrum“. Ob bei Gewalt gegen Kinder oder nur im Verdachtsfall – Ärzte, Eltern und Betroffene können sich dorthin wenden. „Bei häuslicher Gewalt im Erwachsenenbereich gibt es ein Netzwerk, bei Kindern sieht das oft anders aus“, klagt Dr. Ulrike Wendt.

Der Anfang im Nordwesten ist aber gemacht. „Das große Problem bleibt die ärztliche Schweigepflicht“, sagt Volker Wendt. Mediziner befinden sich in Gewissensnöten, wenn sie Hinweise auf Gewalt gegen Kinder entdecken, aber nichts unternehmen – und sagen – dürfen. Eine juristische Brücke bildet manchmal die Ausnahme des „rechtfertigenden Notstands“. Reicht das?

Zu wenig, sagt das Ehepaar Wendt, das die Politik in die Pflicht nehmen möchte – mit einem geänderten Kinderschutzgesetz, das Ärzten mehr Möglichkeiten der Intervention bietet. Denn die Wirklichkeit ist erschreckend. Von 173 Kindern – Verdachtsfälle, die dem Hamburger Klinikum in einem Jahr überwiesen wurden – „waren 50 Prozent tatsächliche Fälle von häuslicher Gewalt“, so Ulrike Wendt, die am heutigen Mittwoch um 18.30 Uhr im Hotel Gut Altona (Dötlingen) eine aktuelle Vortragsveranstaltung moderiert. Der nächste Termin ist am 25. November in Cloppenburg.

Kontaktadresse: Ärzteverein Oldenburg-Land ( 04 41/2 17 95 95, Wolfgang Grashorn)

www.aekn.de

Gunars Reichenbachs Chefkorrespondent / Redaktion Hannover
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