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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Neuer Präsident sitzt auf gepackten Koffern

12.03.2015

Oldenburg Am Ende ging dann alles ganz schnell, und das Ergebnis war eindeutig: Der Senat der Universität Oldenburg hat am Mittwoch Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper einstimmig zum neuen Präsidenten der Hochschule gewählt. „Von mir aus könnte es schon morgen losgehen“, sagte der 62-Jährige, der Nachfolger von Prof. Babette Simon wird, die die Funktion des Medizinischen Vorstands und der Vorstandsvorsitzenden der Universitätsmedizin in Mainz übernommen hatte.

Ein paar Wochen muss sich der gebürtige Kieler, der bis Ende Oktober Rektor der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf war, allerdings noch gedulden. Denn die Entscheidung liegt jetzt Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajićc vor. Die Zeit wird Piper nutzen, um für sich und seine Frau, die Drehbuchautorin Henriette Piper, eine Wohnung oder ein Haus in Oldenburg zu finden. „Wir haben uns schon einiges angeschaut. Oldenburg ist eine schöne Stadt“, so Pipers Urteil über seine Wirkungsstätte der nächsten sechs Jahre.

Und er will das Oldenburger Umland kennenlernen. „Ich weiß, wie stark die Region zur Universität Oldenburg steht. Das ist ein absoluter Standortvorteil.“ Das Besondere an der Uni sei, dass sie selber ein sehr originelles, ein zukunftsträchtiges und sehr gut gefördertes Fächerspektrum entwickelt habe. Piper nennt in diesem Zusammenhang die Lehrerausbildung, die starke naturwissenschaftliche Ausrichtung, Informatik, Meeres- und Hörforschung.

Was der neue Präsident in jedem Fall vorantreiben will: Mehr englischsprachige Studiengänge anbieten und mehr ausländische Studenten gewinnen. „Ich glaube, Hochschulen tun gut daran, sich so auszurichten. Zum einen ist Wissenschaft ein Bereich, der nicht an Landesgrenzen endet. Das andere ist aber eine strategische Überlegung: Am Ende dieses Jahrzehnts werden alle Universitäten sich darum kümmern müssen, wo die Studierenden der Zukunft herkommen. Ich will nicht, dass die Studierendenzahlen dann in Oldenburg abnehmen“, betonte Piper.

Den gemeinsamen Medizinstudiengang der Universitäten Oldenburg und Groningen hält er für „eine strategisch sehr kluge Sache“. „Diese internationale Konstruktion ist schlau und erfolgversprechend“, erklärte Piper, der neben Physik und Philosophie auch Medizin an der Universität Göttingen studierte und auch in Medizin 1980 promovierte.

Piper nahm später an der Uni Gießen verschiedene Funktionen wahr: So war er langjähriger Direktor des Instituts für Physiologie, Dekan des Fachbereichs Medizin, Vorstandsmitglied des Universitätsklinikums Gießen sowie Mitglied der Geschäftsleitung des Universitätsklinikums Gießen und Marburg. Von 2007 bis 2008 fungierte Piper als Gründungsdirektor des Gießener Graduiertenzentrums Lebenswissenschaften. Von November 2008 bis Oktober 2014 war der Mediziner Rektor der Universität Düsseldorf.

Norbert Wahn
Redakteur
Politikredaktion
Tel:
0441 9988 2097

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