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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

„Nur Oberzentren profitieren“

18.03.2006

OVELGöNNE Peter Meiwald informierte auf Einladung der Bürgerinitiative Neustadt-Frieschenmoor. Stellungnahmen zur A 22 können bis 3. April abgegeben werden.

von ute logemann OVELGÖNNE - Mit dem Bau der Küstenautobahn A 22 geht viel wertvolle Fläche verloren, erklärt Peter Meiwald im voll besetzten Saal des „Neustädter Hofes“. Auf Einladung der neu gegründeten Bürgerinitiative Neustadt-Frieschenmoor referiert Meiwald über „Pro und Kontra des Großprojekts.

Bis zu einer Milliarde Euro dürfte der Bau der Autobahn kosten, rechnet Meiwald vor. Dazu komme noch einmal etwa die gleiche Summe für den Elbtunnel. Da es keine Gelder von der EU geben wird und der Staat auch kein Geld für den Bau habe, so Meiwald, müsse die Realisierung privat finanziert werden. Das Mitglied der Bürgerinitiative Ammerland gegen die A 22 sieht dafür zwei mögliche Varianten: ein Investor baut die Autobahn und vermietet sie an den „Staat“ oder er holt sich seine Investitionen über eine Maut wieder zurück.

Für Meiwald gibt es keinen Beleg dafür, dass die A 22 zur Schaffung von Arbeitsplätzen beiträgt. Der Wesertunnel sei der sichtbare Beweis, dass dies nicht geschieht.

Von der Küstenautobahn würden Großunternehmer profitieren, die weltweit tätig sind; auch Oberzentren könnten einen Nutzen davon haben – diesen allerdings zu Lasten der ländlichen Regionen. „Es ist kaum vorstellbar, dass Menschen aus Hamburg zum Einkaufen hierher kommen“, unterstreicht er seine These.

Egal wo die Autobahn verlaufen wird, jede Trasse bringt Beeinträchtigungen für die Anwohner. Und nach einem Bau müsse – etwa durch Lärm – mit weiteren Belästigungen gerechnet werden. Meiwald warnt vor allzu viel Euphorie bei Entschädigungsleistungen: Landwirte erhielten kein Geld, sondern zumeist würden Wirtschaftsflächen getauscht.

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Noch ist der Bau keineswegs entschieden, ist sich Meiwald sicher. Er rät daher, sich intensiv mit den zuständigen Politikern auseinander zu setzen und andere Ideen einzubringen. Beispielsweise könnten die B 211 und die B 437 mit Überholspuren verbreitert werden. Bis zum 3. April haben Kommunen und Verbände noch Gelegenheit, ihre Stellungnahmen zum Projekt abzugeben (die NWZ berichtete). Die Ratsherren Uwe Kuck (CDU), Peter Burkert und Prof. Dr. Carl H. Hamann (beide UGO) erklärten auf Nachfrage, dass im Ovelgönner Gemeinderat noch nicht über die A 22 gesprochen wurde. Sie wollen dies zum Thema in der nächsten Ratssitzung (am 30. März) machen.

Die Bürgerinitiative Neustadt-Frieschenmoor nutzte die Gelegenheit, um über die bisherigen Tätigkeiten zu berichten. Das nächste Treffen für alle Interessierten ist am Montag, 20. März, um 20 Uhr im „Neustädter Hof“.

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