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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Ohne Brückmann ist ein Neustart möglich

24.02.2017

Oldenburg Die EWE ist kein Unternehmen wie alle anderen. Es ist das größte Unternehmen im Nordwesten, das umsatzstärkste, das mit den meisten Arbeitsplätzen – aber vor allem: Es gehört uns. Denn mehr als 90 Prozent der EWE-Anteile liegen bei den Landkreisen und Städten. Hinzu kommt, dass so ziemlich jeder Bürger hier in der Region an die EWE zahlt oder schon mal gezahlt hat. Ob Strom, Gas, Wasser, Telefon, Internet – an der EWE kommt kaum jemand vorbei. Deshalb gibt es diesen Satz, den wir bei der Zeitung von unseren Lesern immer wieder hörten, als die Affäre um die 253.000-Spende hochkochte: „Das ist doch unser Geld!“

Kurz: Glamour, Autokratie, ein lässiger Umgang mit Geld – so etwas passt nicht zur EWE. Und deshalb passte auch Matthias Brückmann nicht zur EWE.

Es mag sein, dass 253.000 Euro aus der Ferne betrachtet, etwa in den Redaktionen überregionaler Finanzblätter, als „Peanuts“ empfunden werden. Nicht aber hier, nicht von den Menschen, die sich als Miteigentümer der EWE fühlen. Sie geben vielleicht einmal im Leben eine solche Summe aus, wenn überhaupt: für ein Eigenheim, das sie bis ins hohe Alter abstottern müssen.

Die EWE braucht eine neue Kultur: in der Kommunikation nach außen, im Umgang mit Kunden und Mitarbeitern. Matthias Brückmann hatte einen solchen Kulturwandel angekündigt, er hat das Versprechen aber nicht eingelöst. Jetzt, ohne den umstrittenen Vorstandschef, ist ein Neustart möglich.

Es kann sein, dass sich die Region diesen Neustart etwas kosten lassen muss. Brückmann wird sich mit allen Mitteln gegen seinen Rauswurf wehren. Das ist legitim, schließlich geht es für ihn nicht nur um viel Geld, sondern vor allem auch um seinen Ruf als Manager.

Ob seine fristlose Entlassung rechtens war, werden nun die Gerichte klären müssen. Richtig war sie allemal. Etwas anderes wäre der Öffentlichkeit nicht zu vermitteln gewesen.

SPEZIAL: Hier lesen Sie alles zur EWE-Krise

Karsten Krogmann Redakteur / Reportage-Redaktion
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