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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

EWE senkt Strompreis

08.12.2017

Oldenburg Einen Großteil der EWE-Stromkunden dürfte diese Nachricht freuen: Der Stromverbrauch soll ab dem 1. Februar 2018 günstiger werden, teilte die EWE am Donnerstag mit. Momentan liegt der sogenannte Arbeitspreis, das ist der Preis je verbrauchter Kilowattstunde (kWh) Strom, im EWE-Tarif Strom comfort bei 27,60 Cent je kWh. Im Tarif Strom classic beträgt er 27 Cent je kWh.

So viel Strom verbraucht ein Durchschnittshaushalt

Die EWE hat angekündigt, die Kosten für den Stromverbrauch ab dem 1. Februar 2018 zu senken. Da aber die Grundkosten steigen, können die Stromkosten für Geringverbraucher (1500 Kilowattstunden jährlich und weniger) sogar höher ausfallen. Eine Beispielrechnung:

Der Durchschnittsverbrauch aller EWE-Privatkunden liegt zwischen 3200 und 3500 Kilowattstunden (kWh). Bei einem Verbrauch von 3500 kWh im Jahr beträgt die Ersparnis ungefähr 40 Euro pro Jahr. Das ergibt sich aus dem um zwei Cent je Kilowattstunde gesenkten Strompreis (2 x 3500 = 7000 Cent = 70 Euro pro Jahr) und dem um 30 Euro pro Jahr (12 x 2,50 Euro) erhöhten Grundpreis (70 minus 30 Euro = 40 Euro Entlastung). Bei Kleinverbrauchern frisst die höhere Grundgebühr die mögliche Ersparnis pro Kilowattstunde auf.

Ab dem 1. Februar zahlen Stromkunden von EWE pro Kilowattstunde brutto fast zwei Cent weniger als bislang. Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von rund 3500 Kilowattstunden würden die jährlichen Stromkosten demnach um etwa 40 Euro sinken. „Grund dafür ist die Senkung des Arbeitspreises der EWE Netz, den diese für jede durchgeleitete Kilowattstunde Strom erhebt. Um diesen Wert, unter Berücksichtigung der Veränderungen von Steuern und Umlagen hat EWE Vertrieb seinen Arbeitspreis gesenkt“, erklärte ein Sprecher auf Nachfrage.

Allerdings hebt die EWE den Strom-Grundpreis um rund 2,50 Euro pro Monat an. Momentan liegt dieser in den Tarifen Strom comfort und Strom classic je bei 136,85 Euro jährlich. Ab dem 1. Fe­bruar 2018 gilt für beide Tarife der Grundpreis von 167,79 pro Jahr, teilte die EWE auf Nachfrage mit. Wer also relativ wenig verbraucht, um die 1500 Kilowattstunden und weniger im Jahr, zahlt unter Umständen für Strom etwas mehr als bisher, hieß es. Allerdings betreffe das nach EWE-Angaben nur etwa zehn Prozent aller ihrer Stromkunden. „Der Grundpreis der EWE Netz ist wegen des zusätzlichen Netzausbaus für regenerative Energie gestiegen“, erklärte ein Sprecher. Der Netzausbau erfordere Investitionen in die Infrastruktur, damit alle Netzbelastungen inklusive der Spitzen beherrschbar seien.

Die Netzentgelte machten laut Sebastian Jurczyk, Geschäftsführer der EWE Vertrieb, inzwischen mehr als ein Viertel des Strompreises aus. Hinzu kämen staatlich veranlasste Steuern, Abgaben und Umlagen, die einen Anteil von deutlich mehr als 50 Prozent am Strompreis haben – sie bleiben laut EWE im kommenden Jahr nahezu unverändert.

Der Erdgaspreis soll nach zwei Preissenkungen in Folge stabil bleiben, teilte EWE mit. Zurzeit liegt der Arbeitspreis brutto im EWE-Tarif Erdgas comfort bei 5,66 Cent je kWh, im Tarif Erdgas classic bei 5,25 Cent je kWh. Der Grundpreis liegt in beiden Tarifen zurzeit bei 142,80 Euro im Jahr. Hier seien die Netzentgelte im Wesentlichen unverändert geblieben. Dass beim Bremer Tochterkonzern swb sowohl die Kosten für Strom als auch für Erdgas sinken, der Erdgaspreis bei der EWE aber stabil bleibt, begründete ein Sprecher mit günstigeren Beschaffungspreisen der swb.

Die EWE hat deutschlandweit insgesamt rund 950 000 Strom- und 590 000 Erdgaskunden.

Sabrina Wendt
Redakteurin
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2042

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