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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Regelmäßige Vorsorge ist das A und O

13.03.2019

Oldenburg Jährlich werden allein in Deutschland etwa 62000 Fälle von Darmkrebs diagnostiziert, jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 26000 Menschen an dieser Erkrankung. Die Bundesregierung will deshalb die Vorsorge ausweiten. Geplant ist, dass die Versicherten alle fünf Jahre (bis zum 65. Lebensjahr) angeschrieben werden. Neu ist, dass Männer künftig bereits ab dem 50. Lebensjahr (und bis zum 54. Lebensjahr) zwischen einem jährlichen Stuhlbluttest oder zweimaliger Darmspiegelung zur Früherkennung im Mindestabstand von 10 Jahren wählen können. Frauen im Alter von 50 bis 54 Jahren haben wie bisher einen jährlichen Anspruch auf den Stuhlbluttest. Mit der Umsetzung dieser Beschlüsse ist Mitte des Jahres zu rechnen.

Viele der Todesopfer könnten gerettet werden, wenn der Krebs frühzeitig entdeckt worden wäre. Darauf weisen die Gastroenterologen in Oldenburger Krankenhäusern und niedergelassene Fachärzte hin. Der Monat März ist auch der „Darmkrebs-Monat“, der dem Thema Vorsorge gewidmet ist. Deshalb veranstalten die Ärzte in Zusammenarbeit mit der Nordwest-Zeitung am Mittwoch, 20. März, eine Telefonaktion zum Thema Darmkrebs. Von 17 bis 19 Uhr können Interessierte anrufen und den Experten Fragen stellen. Es handelt sich um

Prof. Dr. Hans Seifert, Direktor der Universitätsklinik Klinik für Innere Medizin – Gastroenterologie – des Klinikums Oldenburg;

Prof. Dr. Claus-Henning Köhne, Direktor der Universitätsklinik für Innere Medizin – Onkologie und Hämatologie des Klinikums Oldenburg;

Privatdozent Dr. Dirk Weyhe, Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Universitätsklinik für Viszeralchirurgie (Pius-Hospital) sowie die niedergelassenen Gastroenterologen Dr. Johannes Bartner und Privatdozent Dr. Ulf Helwig (beide Oldenburg).

Darmkrebs gilt allgemein als „stille“ Krankheit: In den meisten Fällen, so die Fachärzte, gibt es bei Darmkrebs keine Warnzeichen. Kommt es zu spürbaren Symptomen, ist die Erkrankung nicht selten bereits fortgeschritten und eine Heilung manchmal nicht mehr möglich. Die Früherkennung ist deshalb eine der wichtigsten Waffen gegen Darmkrebs.

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Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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