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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Fachmesse In Oldenburg: Öffentlicher Dienst bei Jugend sehr beliebt

04.05.2018

Oldenburg „Im besten Fall gehen die Aussteller mit neuen Auszubildenden hier raus“, sagt Franziska Nölting. Sie ist Projektleiterin vom Institut für Talententwicklung (IfT) und zuständig für die Vocatium Oldenburg/Weser-Ems. Das besondere Konzept mache den Erfolg der Fachmesse für Ausbildung und Studium in der Weser-Ems-Halle aus. Sie findet jedes Jahr an zwei Tagen statt, in diesem Jahr am Donnerstag, 3. Mai, und Freitag, 4. Mai.

Vorbereitung in Schulen

Die Schulen bereiten sich im Vorfeld auf die Messe vor. Mitarbeiter des IfT unterstützen die Schülerinnen und Schüler in Workshops bei allem, was zu Bewerbungen dazugehört. Alle Schulen im Weser-Ems-Gebiet sind eingeladen, in diesem Jahr seien knapp 60 Schulen dabei, so Franziska Nölting. Sie erwartet bis zu 4200 Schüler, allein 3500 haben sich für Termingespräche verbindlich angemeldet. Auch spontane Gespräche sind möglich. Viele Stände, besonders die von Bundeswehr, Polizei oder auch Zoll, sind sehr stark besucht. Die Schülerinnen und Schüler können auf der Messe auch gleich ihre Bewerbungen abgeben.

2013 fand die erste Vocatium Oldenburg/Weser-Ems statt. 41 Aussteller waren dabei, in diesem Jahr sind es 89. Neben Unternehmen stellen sich Universitäten und Fachhochschulen aus der Region, aber auch aus den Niederlanden vor. Besonders viele interessieren sich für ein Lehramtsstudium in Oldenburg.

„Die Branchen sind alle vertreten, aber wir haben noch Platz“, sagt Franziska Nölting lachend. „Der öffentliche Dienst ist sehr beliebt, aber auch Berufe in Kliniken und im Pflegebereich.“ Sie wünscht sich, dass bei den nächsten Messen noch mehr Aussteller aus Stadtverwaltungen, Landkreisen und von Kliniken dabei sind. Krankenhäuser seien auch wegen ihrer vielfältigen Jobangebote sehr beliebt bei den Schülern. Der Ruf von Pflegeberufen mag nicht der beste sein, doch Thomas Knäpper vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat jede Menge Gesprächstermine. „Pflegeberufe bieten viele Weiterbildungsmöglichkeiten“, sagt er. Seinen Besuchern empfiehlt er aber, ein Praktikum zu machen: „Jeder muss sichergehen, dass er für den Beruf geeignet ist.“

Pläne nach dem Abitur

Die 18-jährige Nalin Altin von der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Rastede hat schon Pläne für ihre Zeit nach dem Abschluss. Sie hat sich beim Stand der Stadt Delmenhorst über die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten informiert. „Die Mitarbeiter waren freundlich und haben mir viel erzählt, auch über Weiterbildungsmöglichkeiten.“ Die Ausbildung und der Beruf seien abwechslungsreich, deswegen habe sie gleich eine Bewerbung abgegeben. Bei der EWE wollte sie ihre Bewerbung zur Industriekauffrau abgeben, „das soll ich aber lieber online machen“. Ihre Klassenkameradinnen Franka Steinleitner und Hanna Backhaus, beide 17 Jahre alt, wissen auch schon, in welche Richtung es gehen soll.

Franka möchte nach dem Abitur erst einmal ein Freiwilliges Soziales Jahr machen, Hanna vielleicht ein Au-Pair. Für Franka steht fest: „Erst mache ich eine Ausbildung, dann studiere ich.“ Sie will im medizinischen Bereich arbeiten und eine Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten oder Operations-Technischen Assistentin (OTA) machen. „Bei meinem Gespräch war leider nur jemand von der Verwaltung“, sagt sie, „er konnte mir nicht so viel erzählen.“ Den Vortrag zum Medizinstudium kann sie wegen ihrer Termingespräche nicht besuchen. „Das finde ich etwas schade.“

Hanna möchte später Medizin studieren: „Das ist mein Traum.“ Beim Stand der Bundeswehr sei ihr erklärt worden, wie das ablaufe. „Das Gespräch war leider sehr kurz, denn der Stand war sehr voll.“ Sie habe eine Telefonnummer bekommen, bei der sie sich genauer informieren könne. Direkt studieren möchte sie aber auch nicht: „Erst mache ich eine Ausbildung, vielleicht zur OTA oder zur Notfallsanitäterin.“

Hobby als Beruf

Die Pläne der 14-jährigen Svea Denker sind noch nicht so konkret. Die Neuntklässlerin geht auf die Peter-Ustinov-Schule in Hude. Beim Stand der Landwirtschaftskammer Niedersachsen hat sie sich über den Beruf der Tierwirtin mit dem Schwerpunkt Imkerei informiert. „Wir haben zuhause Bienen, deswegen interessiere ich mich dafür, ob ich das Hobby zum Beruf machen kann.“ Bei ihrem nächsten Gespräch lernt sie etwas über Produktionsdesign. Svea findet, die Messe ist eine gute Möglichkeit, Berufe kennenzulernen. „Und wenn mich was interessiert, möchte ich nach einem freiwilligen Praktikum fragen.“

Franziska Nölting weiß: „Der Stand der Landwirtschaftskammer ist sehr beliebt.“ Das freut auch die Mitarbeiterin Elke Rather: „Wir stellen die ,grünen Berufe’ vor und haben eine ganze Menge Nachfragen.“ Besonders beliebt seien die Berufe Landwirt und Pferdewirt. Auch Berufe wie Gärtner oder Forstwirt gehören dazu.

Ausbildung bei der NWZ

Der 16-jährige Floris Kobbe, seine 14-jährige Schwester Marlin und die 16-jährige Tabea Büsing besuchen die neunte Klasse in Rastede und machen im kommenden Jahr ihren Realschulabschluss. Floris möchte danach gerne aufs Gymnasium gehen und sein Abitur machen. Bei der Fachmesse hatte er Gesprächstermine bei der Polizei und für die Ausbildung zum Finanzwirt. „Für eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann habe ich auch gleich meine Bewerbung abgegeben.“ Die hatte er bereits in der Schule fertig gemacht. Tabea ist sich sicher: „Ich möchte Kauffrau für Büromanagement werden. Ich war bei der Stadt Oldenburg, der NWZ und der AOK und habe auch gleich Bewerbungen abgegeben.“ Die 14-jährige Marlin möchte vielleicht auch erst ihr Abitur machen. „Ich habe mich aber auch als Justizfachwirtin beim Oberlandesgericht beworben.“ Sie findet die Messe spannend, weil sie viele Berufe kennenlernen kann. Auch Tabea gefällt das Konzept sehr gut: „Man kann auch ohne Termine Stände besuchen, da hab ich mich auch noch bei der Bundeswehr informiert.“

Erstmals in diesem Jahr dabei sind auch Aussteller, die Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement vorstellen. Franziska Nölting sagt: „Wir haben über die Jahre gesehen, dass die Ausbilder weg von den Noten und Zeugnissen gehen und mehr auf soziales Engagement achten.“

Die Messe ist am Freitag, 4. Mai, noch von 8.30 bis 14.45 Uhr geöffnet und spontane Besucher herzlich willkommen.

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