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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Linke fordert mehr Kontrolleure

10.10.2019

Oldenburg /Hannover /Berlin Nach dem Skandal wegen keimbelasteter Wurst fordert die Linke mehr Kontrollen und mehr Personal in den Aufsichtsbehörden. „Es gibt insgesamt das Problem, dass wir zu wenig Kontrollen haben“, sagte die Oldenburger Bundestagsabgeordnete Amira Mohamed Ali (Die Linke), die Sprecherin der Bundestagsfraktion der Linken für Verbraucherschutz und Sprecherin für Tierschutz ist. Als Mitglied in den Bundestagsausschüssen für Recht und Verbraucherschutz sowie Ernährung und Landwirtschaft fordert sie mehr Personal für die Aufsichtsbehörden. Ohnehin, so Mohamed Ali, sei es fraglich, warum die Aufsicht über Lebensmittelsicherheit nicht Bundesaufgabe sei, sondern bei den Ländern liege. Sie kritisiert, dass es im Fall der Wurstfabrik Wilke und den mit Keimen belasteter Wurst so lange dauert, bis die Öffentlichkeit Einzelheiten erfahre. „Wohin geliefert wurde und wie lange das gedauert hat – das ist schon problematisch“, sagte sie im Gespräch mit dieser Zeitung.

Insgesamt herrsche in der Lebensmittelindustrie ein enormer Preisdruck, es gehe darum „das Letzte auszupressen“, sagte die Abgeordnete. Klar sei, dass bessere Kontrollen und eine Verlagerung der Verantwortung auf den Bund viel Geld kosten werde. „Strukturell muss etwas geschehen und auch personell. Wir müssen sehr viel Geld in die Hand nehmen.“

In welchem Umfang möglicherweise keimbelastete Wurstwaren der hessischen Firma Wilke nach Niedersachsen geliefert worden sind, ist für die Behörden weiterhin unklar. Betroffen sei ganz Niedersachsen mit der gesamten Lebensmittelkette von Supermärkten über Kliniken, Kioske und Zwischenhändler, teilte das Landwirtschaftsministerium am Mittwoch in Hannover mit. Mit Hochdruck würden sämtliche der womöglich mit Listerien-Keimen belasteten Wurstwaren aus dem Handel, der Gastronomie und dem Zwischenhandel geholt und beseitigt, betonte die Vizepräsidentin des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves), Barbara Woltmann in Oldenburg. „Alle Waren von Wilke sollen zurückgeholt werden.“ Dazu müssten mit hohem Aufwand anhand von Lieferlisten die Zwischenhändler und Endabnehmer ausfindig gemacht, die von Wilke beliefert worden sind.

Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) hat deshalb bundesweit einheitliche Lieferlisten gefordert. Die Ministerin regte am Mittwoch an, dass sich die Bundesländer gemeinsam mit der Lebensmittelindustrie auf einheitliche Vorgaben für das Erstellen von Lieferlisten einigen, teilte das Ministerium mit. Wie am Dienstag bekannt wurde, fanden Behörden in Niedersachsen bei drei Erkrankten einen Keimtyp, der genetisch eng mit den Listerien verwandt ist, die in den Waren der Firma Wilke nachgewiesen wurden.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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