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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Weser-Ems

Oldenburger Schlachthof will Vorzeigebetrieb werden

22.08.2019

Oldenburg /Hannover Die Botschaft von Josef Hempen an die Landespolitik ist eindeutig: „Dieser Betrieb muss immer vorzeigbar sein.“ Damit hat sich der Geschäftsführer der Goldschmaus-Gruppe viel vorgenommen. Der Schlacht- und Zerlegebetrieb mit Hauptsitz in Garrel (Kreis Cloppenburg) investiert am Standort Oldenburg nach eigenen Angaben insgesamt rund 20 Millionen Euro.

Selbstverständlich hat sich der Rinderschlachthof am Mittwoch von seiner besten Seite gezeigt. Erstens hatte sich mit dem Landtagsausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hoher politischer Besuch aus Hannover angekündigt und zweitens hängt dem Schlachthof noch immer der Imageverlust durch von Tierschützern heimlich gefertigte Filmaufnahmen nach. Auf den Videos ist zu sehen, wie Rinder nicht fachgerecht betäubt und bei Bewusstsein getötet werden. Veterinäre sollen zudem untätig geblieben sein.

Lesen Sie auch: Tierschützer fordern Schließung – und zeigen neue Videos

Während die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen andauern, hat Goldschmaus den zeitweise geschlossenen Betrieb mittlerweile übernommen und Mitte April dieses Jahres nach umfangreicher Sanierung wiedereröffnet.

Dass Goldschmaus sich intensiv darum bemüht, den Oldenburger Schlachthof zum Vorzeigebetrieb zu machen, zeigt nicht nur das Investitionspaket, sondern auch die Art und Weise, wie Hempen und sein Unternehmenssprecher Dr. Gerald Otto durch den Betrieb führen. Das ist nichts für zart­be­sai­tete Gemüter. Die beiden zeigen den Politikern, wo die Rinder ankommen, wo sie betäubt, geschlachtet, zerlegt und verarbeitet werden. Die rund 150 Mitarbeiter werden bei ihren Arbeiten stets von insgesamt neun Kameras überwacht.

Alle Berichte zu dem Skandal im Oldenburger Schlachthof im Spezial

„Dadurch ist der Druck für alle größer geworden. Unser Ziel ist es, nach dem jetzt erfolgten Neustart Tierschutz zu garantieren und umzusetzen. Diesem Ziel sind wir schon sehr nahe gekommen“, betont Dr. Paul Morthorst, Leiter des Veterinäramtes der Stadt Oldenburg. Und Unternehmenssprecher Otto fügt hinzu, dass momentan daran gearbeitet werde, die Mitarbeiter künftig rotieren zu lassen, damit sie während ihrer achtstündigen Schicht nicht abstumpften. Zudem gebe es im gesamten Unternehmen keine Leiharbeiter mehr, alle insgesamt rund 1700 Mitarbeiter seien fest bei der Goldschmaus-Gruppe angestellt.

Die Rinder, die zur Schlachtung in Oldenburg ankommen sind laut Goldschmaus in Deutschland geboren, gemästet und werden hier auch geschlachtet, zerlegt und verarbeitet. „Fünf mal D“ heißt dieses Prinzip bei der Goldschmaus-Gruppe, die unter anderem die Discounter Lidl und Aldi, aber auch Famila, Ikea und Edeka mit Fleisch beliefert.

Karin Logemann, Landtagsabgeordnete aus der Wesermarsch, jedenfalls spricht nach dem Besuch des Oldenburger Schlachthofs unter neuer Führung von einem „guten Konzept“. Für die Region sei es „unglaublich wichtig“, dass es gelungen sei, diesen Standort zu erhalten.

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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